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19.07.2010

Der Würfel im Verkehrsstrom

In den Schutz des Verkehrswürfels, der seit Samstag am südlichen Ortsausgang nach Windach steht, haben sich mehrere Bürger begeben. Errichtet wurde der Würfel von Hermann Giersberg (hinten, mit Strohhut). Foto: Stefanie Merlin
Bild: Stefanie Merlin

Eresing Autofahrer auf der Eresinger Hauptstraße sind am Samstag zu Zeugen einer besonderen Vernissage geworden: Hermann Giersberg stellte am südlichen Ortsausgang nach Windach an der Hauptstraße seinen "Verkehrswürfel" auf. Ein Dutzend Unterstützer trafen sich zur Einweihung der Installation auf der Wiese am Fahrbahnrand. Anstatt einer erneuten Demonstration für eine Umgehungsstraße, wie sie im vergangenen Jahr stattfand, will Giersberg auf die Verkehrssituation, die ihn selbst und andere Bürger belastet, aufmerksam machen.

Scherenschnittartige Figuren

In einer Art Käfig positionierte Giersberg schwarze scherenschnittähnliche Figuren: Ball spielende Kinder, eine Person mit Gehstock. Eine Person außerhalb des Kubus hält sich die Ohren zu, eine anderer Spaziergänger mit Hund steuert auf den Käfig zu. Obendrauf sitzen schwarze Raben.

Enge Durchgangsstraße

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Für Giersberg symbolisieren sie die Gefahr, die vor allem den schwächeren Verkehrsteilnehmern an der teils engen Durchgangsstraße drohen.

Jörg Becker, der als Betreuer im Behindertenwohnheim "Rotes Haus" Spaziergänge mit seinen Schützlingen in den Ort unternimmt, bestätigte am Rand der Einweihung, wie schwierig es sei, mit seiner Gruppe die Straße zu passieren. Die Lärmbelastung durch den Verkehrsstrom wird in den Augen der Befürworter einer Ortsumgehung vor allem vom Durchgangsverkehr verursacht. Dies wird zu den Stoßzeiten vom und zum Bahnhof Geltendorf und Zeiten der Kaltenberger Ritterspiele an den Juli-Wochenenden besonders deutlich. Deshalb soll Hermann Giersbergs Installation jetzt einige Wochen als selbstredendes "Denk-mal" gegen den Verkehr am Ortseingang stehen. (sme)

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