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26.07.2010

Der erste Jahrgang übertrifft die Erwartungen

Stephanie und Thomas Röhrich, Horst Berger, Peter und Heidi Dopfer sowie Anton Winterholler (von links) verkosten den Vogelberg-Wein, vorne sind Helena und Marius zu sehen, die auch im Weinberg mithelfen. Bild oben: Die Reben im letzten Herbst. Fotos: Stefanie Merlin, Alwin Reiter

Geltendorf Das Experiment ist geglückt: Drei Jahre, nachdem am Vogelberg Reben gesetzt worden sind, ist der erste Jahrgang des Solaris reif zur Verkostung. Die Geltendorfer Hobby-Weinbauern des Obst- und Gartenbauvereins sind stolz auf das Ergebnis. Aus den 50 Kilogramm süßer Beeren, die im letzten Herbst geerntet wurden, sind 30 Flaschen trockener Weißwein von Auslesequalität geworden. Zwölf Prozent Alkoholgehalt, ein frisches, jedoch nicht saures Aroma charakterisieren den hell-goldenen Tropfen. Bei der ersten Verkostung des seit April gereiften Weins zeigten sich die Geltendorfer Hobby-Weinbauern sehr zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Arbeit.

Am Weinberg haben auch die Kinder tatkräftig mitgewirkt. Die Hobby-Weinbauern sehen dies als doppelten Erfolg ihrer Arbeit. In erster Linie geht es ihnen um die Weitergabe von Wissen im Kontakt mit den Pflanzen, so Thomas Röhrich. Im Übrigen lernen auch die Erwachsenen, die sich im Austausch mit Winzern und anderen gemeinschaftlichen Weinbbauprojekten einiges an Spezialkenntnissen angeeignet haben, jedes Jahr dazu. "Der Wein wächst nicht nach Lehrbuch", erklärt Horst Berger, "deswegen probieren wir hier mit verschiedenen Erziehungsformen wie Halb- und Flachbogen und unterschiedlichen Spalierformen", so der Geltendorfer Freizeit-Winzer weiter. Aber mit dem Wissen über Weinbau allein ist es nicht getan. Wenn Peter Dopfer die verschiedenen Gärungs- und Reifungsprozesse erklärt, die der Wein seit der Lese im Oktober 2009 durchgemacht hat, wird deutlich, dass neben Sorgfalt und Hygiene Kenntnisse über den Ablauf und die Beeinflussbarkeit von chemischen Prozessen hinzukommen müssen, damit ein guter Tropfen entstehen kann.

Bei den Erwartungen an die diesjährige Ernte konzentriert sich alle Hoffnung der Geltendorfer auf einen schönen Spätsommer, der die bisherigen für den Wein denkbar schlechten Witterungsverhältnisse wieder etwas ausgleichen könnte. Der Behang ist in diesem Jahr geringer, erklärt Berger, dafür seien die Blätter größer und "die sind schließlich das Kraftwerk für die Trauben", sprich für den Zuckergehalt.

Den Wein für die monatlichen Stammtisch- und Arbeitstreffen müssen die Geltendorfer Weinbauern künftig nicht mehr von zu Hause mitbringen. Ein kleiner Vorrat aus eigener Produktion ist mit dem ersten Jahrgang angelegt. Die Gruppe trifft sich regelmäßig jeden letzten Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr am Vogelberg nördlich von Geltendorf und freut sich immer über Interessierte.

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