1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Der in Finning geplante Discounter beschäftigt die Bürger

Finning

11.03.2019

Der in Finning geplante Discounter beschäftigt die Bürger

Noch ist nicht klar, ob Finning überhaupt einen Discounter (Bildbeispiel) zulässt. Die Bürger sollen bald darüber entscheiden.
Bild: Andreas Lode (Symbolbild)

Bekommt die Finninger Bürgerinitiative Rederecht oder nicht? Der Finninger Gemeinderat berät jetzt über das weitere Vorgehen im Vorfeld des Bürgerentscheids zum geplanten Discounter.

In Finning bewegen die Pläne der Gemeinde, einen neuen Discounter gegenüber des bestehenden Gewerbegebiets am Staudenweg anzusiedeln, weiterhin die Gemüter. Zwar hatte der Gemeinderat schon früh im Verfahren ein Ratsbegehren beschlossen, aber nun gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, wie etwa die Finninger zu dem Ratsbegehren informiert werden sollen. Bei der Gemeinderatsitzung am Dienstag stehen neben den Haushaltsberatungen daher auch zwei Punkte zum Thema auf der Tagesordnung. Zum einen geht es um die Fragestellung des Ratsbegehrens und zum anderen um das Format einer geplanten Informationsveranstaltung.

Lesen Sie dazu auch: Discounter: Die Bürger in Finning dürfen entscheiden

Die Fragestellung wird geändert

Bürgermeister Siegfried Weißenbach sagte auf LT-Anfrage, dass nach Rücksprache mit der Rechtsaufsicht des Landratsamtes die Fragestellung für das Ratsbegehren geändert werden soll. Vorgeschlagen wird nun: „Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Finning ein Bauleitplanverfahren mit dem Ziel durchführt, einen Discounter auf dem Grundstück mit der Flurnummer 76/1 der Gemarkung Entraching im Bereich Staudenweg/Ammerseestraße (LL 23) anzusiedeln?“

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Die Bürger sollen beim Ratsbegehren, das zeitgleich mit der Europawahl am 26. Mai stattfindet, entscheiden, ob ein Discounter nach Finning kommen soll oder nicht. Eine Lebensmittel-Kette („Netto“) möchte auf einer etwa 7000 Quadratmeter großen Fläche im Eckgrundstück an der Abzweigung der Kreisstraße LL 23 eine Filiale und Parkplätze bauen. Im Anschluss an diesen Markt könnten weitere Gewerbeflächen entstehen, wobei dort ein entsprechendes Gewerbegebiet noch ausgewiesen werden müsste.

Auch die Gegner wollen bei der Veranstaltung Rederecht

Kurz gefasst argumentieren die Befürworter, darunter Bürgermeister Weißenbach, damit, dass ein Discounter langfristig die Nahversorgung für Finning sicherstellt. Die Gegner fürchten um den Bestand der im Ort bestehenden Nahversorger. Auch Teile eines Bürgergremiums sprechen sich seit Bekanntwerden der Pläne gegen die Ansiedelung eines Discounters aus. Eine der beiden Sprecherinnen, Britta Meyer, fordert, dass auch das Bürgergremium bei der geplanten gemeindlichen Informationsveranstaltung zum Ratsbegehren Rederecht erhält und seine Position öffentlich erklären darf. Sie wünscht sich die gleiche Redezeit wie die Befürworter. Meyer bevorzugt dabei zwei Vortragsblöcke mit einer jeweils anschließenden Fragerunde.

Anders sieht das Bürgermeister Weißenbach, der diesen Antrag des Bürgergremiums bei der jüngsten Gemeinderatssitzung nicht auf die Tagesordnung genommen hatte. Weißenbach ist der Ansicht, dass das Bürgergremium eine eigene Infoveranstaltung machen sollte.

Einen konkreten Termin gibt es noch nicht

Dass der Gemeinderat über das Format der angedachten gemeindlichen Informationsveranstaltung bei der Sitzung am Dienstag abstimmen wird, geht nun auf einen Antrag von Gemeinderat Dr. Franz-Xaver Boos zurück, sagt Weißenbach. Boos hatte als Gemeinderat den Antrag des Bürgergremiums eingereicht.

Bei der Informationsveranstaltung ist Siegfried Weißenbach wichtig zu zeigen, was konkret gebaut werden soll. Deshalb möchte er auch, dass Vertreter der Firma Netto ihre Planungen vorstellen.

Einen konkreten Termin für die gemeindliche Informationsveranstaltung gibt es bislang noch nicht. Voraussichtlich wird dieser aber nach der Bürgerversammlung im April sein.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren