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Landsberg

08.01.2018

Der neue Stadtfilm ist der Renner

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4 Bilder
Der neue Landsberger Stadtfilm von Rudolf Gilk hat wieder viele Besucher ins Olympia-Kino gelockt.
Bild: Rudolf Gilk

Vom Biberfang über das Bayertor bis zur Transall: Rudolf Gilk hat das Geschehen in Landsberg wieder in einen Film gepackt. Seine Kommentare sorgen für das besondere Erlebnis.

Lange Schlangen an der Kinokasse. Es ist eiskalt und trotzdem stehen am Sonntag um 11 Uhr die Landsberger vor dem Olympia-Kino an. Besucht ein prominenter Schauspieler die Lechstadt oder gibt es einen besonderen Blockbuster zu sehen? Das Filmfestival beginnt doch erst Ende Januar? Die Antwort ist ganz einfach: Der Stadtfilm von Rudolf Gilk ist zu sehen. Der Kinobetreiber und Filmemacher hat mit der Kamera die Jahre 2016 und 2017 begleitet und das sorgt am Sonntag gleich für zwei ausverkaufte Kinosäle.

Als endlich alle Platz gefunden haben im Kino, kann man in 68 Minuten die vergangenen beiden Jahre Revue passieren lassen und miterleben, was so alles in der Stadt geboten war und sehen, wo man selbst dabei war. Autor Rudolf Gilk zeigt die Renovierung des Bayertors, den Abriss der Pflugfabrik und den Abzug des „Engels der Lüfte“, die beliebte Transall. Sieht man sie noch gerade majestätisch in der Luft – so ist der Kinogast dann sofort hautnah bei den Abwrackarbeiten mit dabei und kann miterleben, wie von den großen Brummern nur noch ein Häufchen Altschrott übrig bleibt. Im Fachjargon heißt das übrigens nicht abwracken, sondern „Hochwertteilegewinnung“.

Im Flug über das Bayertor

Gilk trifft mit seinen Kommentaren in der Dokumentation immer den richtigen Ton - manchmal wehmütig, manchmal frech und oft sehr lustig. Beispielsweise, wenn er mit der Landsberger Feuerwehr auf Biberjagd am Mühlbach geht, und der 30 Kilo schwere Biber, der so putzig wirkt, mit einem Tierfanggerät gerettet werden muss. Er wird, so Gilk, nicht „erschossen“, das war früher. Heute ist der Biber geschützt. Also wird er wieder in den Fluss gesetzt und soll dann seine Burgen Richtung Augsburg bauen. Es sind die kleinen Momente, die den Film ausmachen. Die treffenden Kommentare, die auf einfache Art und Weise erklären, dass die Kunststoffabdeckung des Bayertors im Winter nicht für den Schutz der Arbeiter gedacht war, sondern dafür sorgte, dass Putz und Farbe nicht gleich wieder abbröckeln.

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Bald gibt es den Film zu kaufen

Gilks Film weckt auch Erinnerungen an die alte Pflugfabrik, die große Baustelle im Herzen von Landsberg. Auch hier ist Kameramann Gilk immer mit dabei, ob mit einer Drohne oder der guten alten Kamera. Eine Abrissbirne aus dem Museum reisst die ersten Gebäude in der Pflugfabrik ein und nun geht es daran, dass am Lech ein völlig neues Wohnviertel entstehen soll – mit einer inzwischen von allen akzeptierten neuen Lechbrücke.

Auch der Abriss der alten Obdachlosenunterkünfte wird gezeigt, und einige die dort gewohnt hatten, schilderten, dass das alles gar nicht so schlimm war, und dass man gern dort gewohnt hatte. Gilks Berichte sind immer augenzwinkernd, witzig, ohne je verletzend zu sein. Eine große Kunst. Die Berichte sind vielseitig – denn es gibt viele interessante Themen, auch im Kirchenjahr.

Zu sehen ist der Stadtfilm noch am Samstag, 13. Januar, ab 18 Uhr und am Sonntag, 14. Januar, um 11 Uhr. Er wird auch bald in der Touristinfo in Landsberg zu kaufen sein.

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