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Bundestagswahl

18.09.2017

Der politische Langstreckenläufer

Christian Winklmeier will für die SPD in den Bundestag.
Bild: Susie Knoll

Mit Christian Winklmeier setzt die SPD für Landsberg und Starnberg auf einen jungen Hoffnungsträger. Der ist viel unterwegs.

Die SPD setzt im Wahlkreis Starnberg-Landsberg auf einen jungen Hoffnungsträger: Ihr Kandidat Christian Winklmeier ist der jüngste der elf Bewerber um das Direktmandat. Das Wahlkampfmotto des 25-jährigen Studenten (Master Economics and Public Policy in Augsburg) lautet „Anpacken statt Granteln“. Und so ist er schon seit dem Frühjahr im Wahlkampf, um sich im Landkreis Landsberg bekannt zu machen. Im Landkreis Starnberg dürfte er da schon etwas weiter gewesen sein: Winklmeier wurde 2014 in den Gemeinderat in Gilching gewählt, ist auch Ortsvorsitzender und stellvertretender Kreisvorsitzender seiner Partei. Wie in einem Parlament gearbeitet wird, dürfte Winklmeier nicht ganz fremd sein: Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Landtagsabgeordneten Kathrin Sonnenholzner. Ein zentrales Thema seines Wahlkampfs ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Die Forderungen: zielgerichteter Einsatz von staatlichen Wohnungsbaufördermitteln, verstärkte Ausübung kommunaler Vorkaufsrechte, eigene kommunale Bautätigkeit, vor allem um mehr Mietwohnungen zu schaffen, weniger hingegen Einheimischenbaugebiete, da in deren Genuss meist nur wenige kämen.

Auch im sogenannten vorpolitischen Bereich ist der SPD-Kandidat engagiert, wie er von sich erzählt: als Tischtennis-Jugendleiter im Sportverein, Mitbegründer des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs in Gilching und Initiator einer Bürgerinitiative zum Schutz der Umwelt in Gilching. Aufmerksamkeit erregte der Hobby-Langstreckenläufer Winklmeier mit seinem 600-Kilometer-Fußmarsch: So viele Kilometer, wie es von Gilching nach Berlin sind, will er im Wahlkampf innerhalb des Wahlkreises zu Fuß zurücklegen. Momentan ist er bei Kilometer 497 (Stand Freitagnachmittag) angelangt.

Auch wenn er rechnerisch am Sonntag, 24. September, in Berlin ankommen wird, damit es zu einem Abgeordnetenmandat reicht, müsste sich in den nächsten Tagen schon noch viel in der politischen Landschaft verändern: Denn die SPD-Direktkandidaten vor vier Jahren lagen in Landsberg und Starnberg mit 18,4 und 16,5 Prozent der Erststimmen gut 40 beziehungsweise 30 Prozentpunkte hinter den direkt gewählten CSU-Bewerbern. Und auf der Landesliste steht Winklmeier auf Platz 46. 2013 kamen aus Bayern aber nur die SPD-Kandidaten auf den Listenplätzen 1 bis 22 ins Parlament.

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