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Landsberg

24.10.2017

Die Angst vor dem Krebs wird einfach weggetanzt

Das „Erato Quartett“ sorgte für die Musik.
Bild: Julian Leitenstorfer

Ein Ballettabend findet zugunsten der Gesellschaft für Kinderkrebsforschung im Stadttheater statt. Von grazilem Tanz bis zu feiner Musik ist alles geboten.

Fröhlich spielende Kinder, die sich in der Intensivstation einer Klinik wiederfinden, kleine Patienten, die wahlweise gesundeten oder denen nicht geholfen werden konnte: Die Fotoausstellung im Foyer und ein kurzer, sehr berührender Film waren Einstimmung auf die Benefizveranstaltung zugunsten der Gesellschaft für KinderKrebsForschung (GKKF) im Landsberger Stadttheater.

Oberbürgermeister Mathias Neuner, Schirmherr des von der Gesellschaft initiierten und organisierten Abends, wählte für seine Begrüßung ebenfalls zu Herzen gehende Worte. Seine schönsten Tage im Leben seien die Geburten seiner Kinder gewesen. Doch mit der größten Freude komme auch die größte Angst, so Neuner. „Ich kann mir nichts Schlimmeres vorstellen, als die Diagnose Krebs für eines davon zu erhalten.“ Er ermutige deshalb alle, der GKKF zu spenden oder eine der vielen Aktivitäten des Vereins zu unterstützen und mitzumachen. Dann konnten sich die Besucher im quasi voll besetzten Theatersaal zurücklehnen und einen richtig bunten Abend genießen.

Der Moderator des Abends sprang kurzfristig ab

Der im Landkreis Landsberg lebende, als Moderator vorgesehene Schauspieler Adnan Maral war den Veranstaltern vom Fernsehen kurzfristig weggeschnappt worden. Die drei jungen Damen, die dafür einsprangen, waren jedoch mehr als nur Ersatz. Nele Lang, Claudia Gruber und Janika Baier führten charmant, fröhlich und so professionell durch den Abend, dass einem der Gedanke kommen konnte, sie hätten das gelernt und machten seit Jahren nichts anderes.

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Als erstes durften sie eine „Einladung zum Tanz“ ankündigen. Christine Steininger vom Landsberger Ballett- und Tanzstudio Beatrix Klein hatte zu Musik von Debussy einen Auftakt choreografiert, der von Mitgliedern des Landsberger Jugendballetts hervorragend umgesetzt wurde.

Mit dem folgenden, klassisch getanzten Czardas präsentierte sich ein neuer Stern mit großer Bühnenpräsenz am Landsberger Tanzhimmel: Marie Andres zeigte bei diesem Solo, warum sie heuer in Augsburg den zum neunten Mal vergebenen, Deutschen Jugendtanzpreis gewonnen hat. Bei der 15-jährigen Walleshausenerin, deren Begabung Beatrix Klein schon früh erkannte und sie förderte, tanzte vom kleinen Finger bis zum großen Zeh - alles in perfekter Einstudierung. Marie Andres wird derzeit vom ehemaligen Tänzer Vittorio Alberton unterrichtet. Die folgende „Wunderbare Welt der Blockflöte“ führte acht Schülerinnen der Landsberger Musiklehrerin Susanna Ricchio in wechselnden Besetzungen auf die Bühne.

Eine wunderbare Reise

Die bereits vielfach ausgezeichneten jungen Damen nahmen die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise von der Renaissance bis in die Moderne und zeigten, wie vielseitig einsetzbar das Instrument ist. Die Jugendoperette „Aschenputtel und die Macht der Poesie“ von Nathalie Robinson wurde von den Chören des Musikstudios Robinson während der Kreiskulturtage aufgeführt.

Für die beim Benefizabend präsentierte Kammerfassung des Stücks mit zwei ganz reizenden Erzählerinnen hatte Nathalie Robinson Chorsätze ausgesucht, die sich harmonische in die Erläuterungen einfügten. Das „Erato Quartett“ ist ein professionelles Streichensemble, bei dem die aus dem Landkreis stammende Emilia Andresen mitwirkte.

Das Quartett unterhielt mit kultigen, höchst bekannten Kompositionen aus Barock und Klassik. Krönender Abschluss, Lebenslust und Optimismus verströmend: „La Dolce Vita...fino al punto culminante“, vom Landsberger Jugendballett getanzt, nach italienischer Barockmusik. Beatrix Klein, Christine Steininger und Elaine Underwood hatten die für die „Italienische Nacht 2002“ entstandene Choreografie überarbeitet und etwas erweitert.

Der gemeinnützige Verein GKKF wurde 2009 mit dem Ziel gegründet, bundesweit innovative und patientenorientierte Forschungsprojekte zu fördern, die neue Therapien beim Kampf gegen Krebs bei Kindern entwickeln und damit die Überlebenschancen vergrößern.

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