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Landsberg

28.10.2020

Die Besucherzahlen im Inselbad in Landsberg brechen ein

Aufgrund der Corona-Pandemie kamen dieses Jahr weniger Besucher als erwartet ins Landsberger Inselbad. Trotzdem ziehen die Verantwortlichen der Stadtwerke ein positives Fazit.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archivfoto)

Plus Die Corona-Pandemie hat starke Auswirkungen auf die Finanzen der Stadtwerke Landsberg. Trotzdem sind die Verantwortlichen guter Dinge und die Bürger können sich freuen.

Wie hat sich die Corona-Krise auf den Umsatz im Inselbad, in den Parkgaragen und im Bereich der Energieversorgung ausgewirkt? Diese Fragen beantworteten Gerald Nübel und Christof Lange, der Technische und der Kaufmännische Vorstand bei einem Pressegespräch. Auch die 2022 geplante Sanierung des Inselbads war ein Thema.

In den Bereichen Parken und Inselbad werden die Stadtwerke laut Christof Lange in diesem Jahr deutliche wirtschaftliche Einbußen hinnehmen müssen. Im Inselbad liegen die Mindereinnahmen bei rund 122.000 Euro. In normalen Jahren habe das Bad rund 85.000 Besucher, heuer seien es nur 27.000 gewesen. Aufgrund der Corona-Krise startete der Betrieb zunächst verspätet, danach musste die Zahl der Besucher pro Tag reduziert werden. Zuletzt lag die Obergrenze bei 700 an Werktagen und 1000 an Sonn- und Feiertagen.

Vor allem die Phase des Corona-Lockdowns machte sich in den von den Stadtwerken betriebenen Parkgaragen bemerkbar. Insgesamt summiere sich die Mindereinnahme derzeit auf rund 126.000 Euro.

Landsberger Gewerbe hat mitunter 25 Prozent weniger Energie verbraucht

Insgesamt lagen die Stadtwerke im ersten Halbjahr besser als geplant, wie Christof Lange sagt. Das Ziel sei eine rote Null gewesen. Vorläufig gehe er davon aus, dass das Ziel auch erreicht werden kann, auch wenn im zweiten Halbjahr einige Unterhaltsmaßnahmen anstünden. Die wirtschaftliche Situation hänge natürlich auch von der weiteren Entwicklung der Corona-Infektionszahlen ab. Die Corona-Krise habe sich zumindest deutlich auf den Strom- und Gasverbrauch des Gewerbes ausgewirkt. Weil die Unternehmen weniger produziert hätten, sei der Verbrauch teilweise um bis zu 25 Prozent eingebrochen. Die privaten Haushalte hätten dagegen – vor allem während des Lockdowns – mehr Energie verbraucht. Derzeit sieht es laut Christof Lange so aus, als ob die Stadtwerke durch Gewinne in anderen Bereichen die Verluste ausgleichen könnten.

Wie Gerald Nübel sagt, ist der Teilnahmewettbewerb für die Sanierung des Inselbads ausgewertet. Von den neun Bewerbern seien fünf Generalplaner zur Abgabe eines Angebots aufgefordert worden. „Die fünf Bewerber sind alle äußerst qualifiziert und haben entsprechende Referenzen vorzuweisen“, sagt der Technische Vorstand. Die Vergabe sei für November vorgesehen. Nübel geht davon aus, dass die Sanierung im Jahr 2022 erfolgen wird und rechnet mit Kosten zwischen sechs und zehn Millionen Euro. Er hofft, dass ein Drittel davon über Fördergelder finanziert werden kann. So hat die Stadt zuletzt Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen“ beantragt.

Wie berichtet, soll das Inselbad in seinen Funktionen erhalten bleiben. Die Becken würden lediglich eine Hülle aus Edelstahl erhalten. Veränderungen seien im Gebäude geplant und würden vor allem die Aufteilung der Räume betreffen.

In der Parkgarage in der Lechstraße in Landsberg laufen derzeit Sanierungsarbeiten.
Bild: Thorsten Jordan (Archivfoto)

Seit Mitte September wird der Boden auf Parkdeck B in der Tiefgarage in der Lechstraße neu beschichtet. Dabei wird der Betonboden laut Gerald Nübel geschützt, um eine längere Haltbarkeit und Nutzbarkeit der Flächen zu gewährleisten und um aufwendigere Sanierungen vorzubeugen. Etwa acht Wochen sollen die Arbeiten in Anspruch nehmen. Der Zeitplan könne wohl eingehalten werden. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft sei die Maßnahme beendet.

Ab 2021 neue Wassergebühren in Landsberg

Alle vier Jahre steht die Neukalkulation der Wassergebühren an. Für die Jahre 2021 bis 2024 sinken die Gebühren von derzeit 1,99 auf 1,90 Euro pro Kubikmeter, wie Christof Lange sagt. Die Grundgebühren bleiben unverändert.

Ein normaler Haushalt, der im Schnitt 150 Kubikmeter Wasser im Jahr verbraucht, spare so zwischen 13 und 14 Euro. Noch ist die Gebührensenkung nicht beschlossen. Die Empfehlung geht erst noch in den Stadtrat, ehe der Verwaltungsrat der Stadtwerke die Satzung endgültig beschließt.

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