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Landsberg

27.07.2020

Die Crash-Anlage des ADAC in Landsberg erhält ein neues Licht

Die Crash-Anlage des ADAC im Landsberger Industriegebiet Lechwiesen hat eine neue Beleuchtungsanlage erhalten. 

Plus Im Technik Zentrum in Landsberg wird nicht nur sicher, sondern auch sparsam gearbeitet. Die Beleuchtung ist wichtig für die Messungen.

Crashtests brauchen viel Licht, damit die zahlreichen Kameras von jeder Tausendstelsekunde gute Bilder liefern. Das geht auch mit deutlich weniger Strom, wie jetzt die Crash-Anlage des ADAC im Landsberger Industriegebiet Lechwiesen beweist.

Dieser Tage wurden dort die 20 Jahre alten, mächtigen Beleuchtungs-„Segel“ erneuert, die eine Eigenkonstruktion des ADAC-Ingenieurs und heutigen Leiters der Fahrzeugtechnik, Markus Sippl, waren. Sie enthielten 300 Scheinwerfer mit je 1000 Watt Leistungsaufnahme, was eine Beleuchtungsstärke von 200.000 Lux ermöglichte, wie Dr. Reinhard Kolke, Leiter Test und Technik, mitteilt.

Die Scheinwerfer könnten mit elektrischer Unterstützung beinahe beliebig angeordnet werden. Bei einer Stromaufnahme von 0,3 Megawatt sei der Aufenthalt unter der Anlage für Menschen zur sekundenschnellen Verbrennungsgefahr geworden. Und Autolack habe nach zwei Minuten Blasen geschlagen, so groß sei die Lichtleistung gewesen. Vereinzelt konnten umliegende Haushalte das stufenweise Einschalten der Lichtanlage als momentanes Flackern eigener Lampen spüren.

Der Stromverbrauch verringert sich um ein Viertel

Die neue Beleuchtungsanlage mit 25.392 Leuchtdioden in 552 Einheiten könne das alles viel besser. Sie braucht mit 70 Kilowatt weniger als ein Viertel so viel Strom, liefert 35 Prozent mehr Lichtleistung und darüber hinaus eine tageslichtähnliche Lichtfarbe – anders als die gelblichen Scheinwerfer vorher, so Kolke. Das erleichtere die Beurteilung der Crash-Fotos und der Hochgeschwindigkeitsaufnahmen mit bis zu 1000 Bildern pro Sekunde.

„Wir wollen auch in Zukunft mit bestmöglicher Technik und höchstem Einsatz für den Verbraucherschutz testen“, sagt Reinhard Kolke, der seit über zehn Jahren Leiter des ADAC Technik Zentrums und in Landsberg ansässig ist. „Außerdem passt das perfekt zur Straßenbeleuchtung, die von der Stadt Landsberg 2015 auf LED-Technik umgerüstet wurde.“

Auch für China und Indien werden Testprogramme entwickelt

Die Crash-Anlage des ADAC gehört zum internationalen Verbund Euro NCAP und hat auch schon Testprogramme für China, Lateinamerika und Indien entwickelt. In ihrer 20-jährigen Geschichte wurden 900 Fahrzeuge einem Crashtest unterzogen und 4100 Kinderrückhaltesysteme auf dem Crash-Schlitten und unter Bedingungen geprüft, die häufig genug später zu gesetzlichen Standards wurden. (lt)

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