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Eresing

27.05.2020

Die Eresinger Gemeinderäte hadern mit dem „Delo-Radweg“

Wie und ob der Delo-Radweg zwischen Eresing, Schöffelding und Windach kommt, ist weiter offen.
Bild: Mathias Wild/Symbolbild

Plus Wie soll es mit dem Radweg nach Schöffelding und Windach weitergehen? Der Eresinger Gemeinderat kann sich noch zu keiner Entscheidung durchringen.

Der Ausbau des Feldwegs zwischen Eresing und Schöffelding zu einem gut nutzbaren Radweg – bekannt als „Delo-Radweg“ – lässt noch auf sich warten. Der Gemeinderat Eresing konnte sich in der jüngsten Sitzung noch nicht zu einem Beschluss entschließen. Dafür gibt es vor allem einen Grund.

Grund sind vor allem die nach Meinung etlicher Gemeinderäte sehr hohen Ausgaben, die auf die Gemeinde zukämen. Vor einer Entscheidung soll deshalb Planer Thomas Glatz zur nächsten Sitzung eingeladen werden, um die genauen Ausbaupläne und die von ihm dafür errechneten Kosten zu erläutern.

Seit sechs Jahren wird bereits darüber gesprochen

Der „Delo-Radweg“ als durchgängige Strecke vom Bahnhof in Geltendorf über Eresing bis Windach mit Anschluss nach Schöffelding war zunächst als ausgebaute und asphaltierte Strecke geplant. Allerdings trat im vergangenen Jahr auch bereits der Windacher Gemeinderat auf die Bremse. Eresing und Windach als beteiligte Gemeinden erwarben ein für den Lückenschluss notwendiges Grundstück. Wie Eva Krüger (Umweltfreundliche Bürger) in der Gemeinderatssitzung berichtete, sei der Radweg bereits seit sechs Jahren Thema. „Viele Delo-Mitarbeiter warten sehnlichst darauf“, so Krüger, „um beispielsweise vom Bahnhof Geltendorf bis zum Arbeitgeber gefahrlos das Fahrrad nutzen zu können.“ Auch sie selbst radle täglich von Eresing zu ihrer Arbeitsstelle an dem Unternehmen.

Die Eresinger Gemeinderäte hadern mit dem „Delo-Radweg“

Vor drei Jahren schließlich war in beiden Gemeinden ein Komplettausbau vorgestellt worden. Doch dieser wurde später verworfen. Dafür sollte ein gut ausgebauter Feldweg für Landwirte und Radfahrer entstehen. Planer Thomas Glatz wurde mit einer groben Kostenschätzung beauftragt. Er errechnete Gesamtkosten in Höhe von 92.000 Euro, davon würden auf Eresing rund 61.000 Euro entfallen. Eventuell notwendige Entsorgungskosten seien dabei noch nicht mit eingerechnet.

Warum die Eresinger so viel bezahlen sollen

Die Eresinger Gemeinderäte stießen sich zum einen an der Kostenverteilung, der zufolge Eresing zwei Drittel der Ausgaben zu tragen hätte. Laut Bürgermeister Michael Klotz entstehen diese vor allem an einem auf Eresinger Flur befindlichen Stück, auf dem ein komplett neuer Weg gebaut werden müsste, um eine Lücke zu schließen.

Ob der bestehende Feldweg wirklich wie vom Planer vorgesehen, zu einem drei Meter breiten Kiesweg mit wassergebundener Decke ausgebaut werden soll, war ebenfalls umstritten. Der Feldweg, wie er sich derzeit darstellt, sei ausreichend, meinte Eva Krüger aus eigener Erfahrung.

Muss das Erdreich entsorgt werden?

Nicht gerade Verständnis brachten einige Ratsmitglieder auch dafür auf, dass Erdreich, das beim Lückenschluss entfernt wird, kostenpflichtig entsorgt werden müsste. Dieses könne nicht einfach, wie vorgeschlagen, auf dem Grundstück daneben verteilt werden, erklärte Bürgermeister Klotz in der Sitzung. Das Material müsse vielmehr vorschriftsmäßig beprobt und bei Bedarf kostenpflichtig entsorgt werden.

Der Delo-Radweg ist Teil eines landkreisweiten Projekts zum Bau neuer Radlerstrecken. Hier lesen Sie mehr dazu: Warum es beim Radwegbau im Landkreis manchmal stockt

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