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Fußball-WM

04.07.2014

Die Fahnen dürfen auf den Autos bleiben

Nach dem Viertelfinalsieg gegen Frankreich: Autokorso am Hauptplatz.
Bild: Thorsten Jordan

 Schiedsrichter mit dem richtigen Trend

Nur Minuten nach dem Schlusspfiff begann das Hupkonzert in der Landsberger Innenstadt: Deutschland besiegt Frankreich mit 1:0, steht im Viertelfinale – und die Fahnen dürfen weiter auf den Autos bleiben. Ohne Verlängerung, mit einem Tor in der 14. Minute durch Mats Hummels, sorgte die deutsche Mannschaft auch dafür, dass die Schiedsrichter der Gruppe Ammersee-FFB pünktlich ihre Versammlung beginnen konnten.

Damit hatte Obmann Christian Erdle übrigens schon gerechnet: „Deutschland gewinnt 3:1“, lautete seine Voraussage. Vor der Tagung hatte er sich mit seinen Kollegen im Gasthaus Hartl in Türkenfeld getroffen, um das Spiel gemeinsam anzuschauen. Und tatsächlich, da merkte man den Blick des Schiedsrichters – die eine oder andere Szene, beispielsweise nachdem Müller im Strafraum zu Fall kam – wurde doch ausführlicher diskutiert. Und kontrovers: „Das war klar Trikotziehen“, war zu hören. Doch Erdle sah es etwas anders: „Da ist es besser, wenn er nicht pfeift.“ Das war in der 34. Minute und da lag die deutsche Mannschaft ja bereits in Führung.

An ihrem argentinischen Kollegen hatten die Landkreis-Schiris nichts auszusetzen. Überhaupt sei diese Kritik oft zu hart gewesen. „Beim Spiel Brasilien – Kroatien haben alle wegen des Elfmeters den Schiri kritisiert. Dabei hätte man doch den Spieler wegen seiner Schauspielerei kritisieren müssen“, sagt Erdle.

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Keine Augen für den Schiedsrichter schienen die Zuschauer auf dem Hellmairplatz zu haben. Zu aufregend waren die Strafraumszenen vor allem in der letzten zehn Minuten. Das Wetter hatte gehalten und freie Stühle oder Bierbänke waren nicht mehr zu finden. „Das passt genau. Nicht zu viel und nicht zu wenig Besucher“, war Veranstalter Niki Amberger auch sehr zufrieden. „Dass die Deutschen 1:0 führen, hat natürlich dazu beigetragen. Genau so hatte ich es mir auch vorgestellt.“

Als der Sieg der deutschen Mannschaft immer näher rückte, startete unter den Besuchern auch die erste La-Ola-Welle, doch so richtig wollten noch nicht alle mitmachen – ein Tor Vorsprung und noch vier Minuten ist eben gefährlich. Doch es hat ja gereicht und nun bestätigte sich auch das, was die Fans zum Schluss skandierten: „Schade Frankreich, alles ist vorbei.“

Eine halbe Stunde nach Spielende war die Innenstadt voller Autos – und wurde schließlich von der Polizei gesperrt. Ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen kann.

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