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Lengenfeld

16.02.2017

Die Fassade wird senkrecht gestellt

Die Mehrzweckhalle in Lengenfeld  bekommt eine neue Süd-Fassade.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Mehrzweckhalle in Lengenfeld steht vor der Sanierung. Dem eindringenden Regenwasser wird jetzt ein Riegel vorgeschoben.

Eine neue Südfassade bekommt die Mehrzweckhalle in Lengenfeld. Damit soll, so erhoffen es sich Bürgermeister Klaus Flüß, der Gemeinderat und Architekt Robert Schenk, das immer wieder auftretende Problem, dass Wasser in die Halle eindringt, endgültig beseitigt sein.

Wie berichtet, wird es bei Starkregen immer wieder nass in der Turnhalle in Lengenfeld. Wo aber die undichte Stelle sein könnte, darüber rätseln die Experten nach wie vor. Geringe Mengen des Wassers kämen über die Fenster, die in Negativlage in die Fassade eingebaut sind, erläuterte Architekt Schenk bereits in einer früheren Gemeinderatssitzung. Das aber könne nicht für die aufgetretenen Wassermengen verantwortlich sein. Lange hat der Gemeinderat darüber diskutiert, wie denn eine sanierte Fassade aussehen könnte.

Die Fenster grade stellen und mit einem 50 Zentimeter großen Dachvorstand zusätzlich schützen? Vier neue Dachfenster mit feststehenden Elementen und alle übrigen Fenster komplett verschließen? Vor die bestehende Fassade eine neue, aus Fotovoltaik-Elementen bestehende Fassade bauen? Oder die Fassade und die Fenster senkrecht stellen und das bestehende Dach entsprechend verlängern? Bei einem Ortstermin an der Mehrzweckhalle kristallisierte sich heraus, dass einer neuen, senkrecht gestellten Fassade der Vorzug zu geben sei. Für die Fotovoltaik-Fassade konnte sich die Mehrheit des Gremiums nicht erwärmen. In der jüngsten Sitzung stellte Schenk nun diese Planung vor und nannte die Kosten, die sich auf rund 207000 Euro belaufen könnten. Darin enthalten seien auch die Kosten, die bereits für die Sofortmaßnahmen im vergangenen Jahr zur Schimmelbeseitigung ausgegeben wurden. Zum Vergleich: Die Kosten für die Variante „Fotovoltaik“ hätten bei rund 197000 Euro gelegen, für die Variante „neue Fenster bei schräger Fassade“ bei rund 245000 Euro.

Die „alte“ Fassade wird bei der Sanierung nicht entfernt, sondern bleibt, so Flüß auf Nachfrage, bestehen bleiben. „Die alten Fenster kommen aber raus.“ Einzig die vom Architekten vorgeschlagene Dachform wollen die Gemeinderäte abgeändert sehen und wünschen sich ein klassisches Firstdach. Schenk hatte vorgeschlagen, die neue Fassade etwas niedriger anzusetzen als das bestehende Dach und ein Pultdach anzubringen. Hier sahen einige erneut die Gefahr, dass sich im Laufe der Zeit undichte Stellen ergeben könnten und einigten sich auf ein klassisch gestaltetes Dach und eine etwas höhere Fassade. Auch die farbliche Gestaltung der Fassade legte das Gremium jetzt fest: Die neuen Fenster sollen in taubenblau gehalten werden, die Fassade selbst in grau – in Anlehnung an die unmittelbar benachbarte Schule. 

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