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Schondorf

03.04.2018

Die Friedensflagge weht im Rathaus

Friedvolle Begegnung im Rathaus: Eine Fackelträgerin von Peace Run, Kirchenpfleger Marius Langer und Andrea Weißenbach (Vorsitzende des Pfarrgemeinderats). Bürgermeister Martin Wagner überreicht Peace Run-Koordinator Andreas Schmitz Jakobsmuscheln für alle Läufer.

In Schondorf macht der „Peace Run“ Halt. Und zwar aus gutem Grund. Weiter zieht es die Läufer jetzt bis nach Lissabon.

Laufen für den Frieden. Ein Läuferteam des internationalen Peace Run machte Station in Schondorf. Vor dem Rathaus wurden die Läufer mit Applaus begrüßt. Noch bevor Schondorfs Zweiter Bürgermeister Martin Wagner sie hereinbitten konnte, wurde ihm die Friedensfackel überreicht, die schon viele Menschen, darunter berühmte Friedensaktivisten wie Nelson Mandela, Michail Gorbatschow oder Mutter Teresa, in Händen hielten.

Singen und Gedanken austauschen

Im Rathaussaal angekommen wurden Gedanken ausgetauscht und gesungen. Wie Wagner betonte, sei der Wunsch nach Frieden und Aussöhnung ein Thema, das auch die Gemeinde Schondorf beschäftige. Vor einigen Jahren habe sich hier der Boves-Kreis, benannt nach einer Kleinstadt im italienischen Piemont, gegründet. Dort habe ein General der Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg, am 19. September 1943, ein Massaker verüben lassen. „Dieser SS-General liegt in Schondorf begraben.“

Erinnerung an ein schreckliches Massaker

 2016 sei eine Delegation des Gemeinderats nach Boves gereist, um ein Freundschaftsabkommen zu unterzeichnen. Seitdem wird in beiden Gemeinden am 19. Tag jeden Monats zeitgleich um 20 Uhr für den Frieden gebetet. „Was wir in Schondorf im Kleinen erreichen möchten, macht Peace Run im Großen“, so Wagner: „Sie tragen den Friedensgedanken von Ort zu Ort, weltweit.“

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„Laufen kann man überall, und überall auf der Welt findet man Menschen, die sich nur eines wünschen, Frieden zu finden“, betonte Peace-Run Koordinator Andreas Schmitz. Das zeigte in schönen Bildern auch der Film „Peace Run“. Seit 1987 gibt es den internationalen Friedenslauf. Er wurde von Sri Chinmoy in New York erfunden und von der Uno gestartet.

Die Fackel wird weitergereicht

Die Idee ist, dass sich Läufer aus verschiedenen Ländern eine Fackel weiterreichen, ein Symbol für Frieden, und das harmonische Zusammenleben aller Kulturen. Auch der diesjährige europäische Peace Run, der im Februar in der bulgarischen Hauptstadt Sofia gestartet ist, durch zahlreiche Länder führt und im Oktober die portugiesische Hauptstadt Lissabon erreicht, wird von einer internationalen Mannschaft bestritten. Die Gruppe, die Schondorf besuchte, bestand aus Teilnehmern aus Bayern, Österreich, Portugal, Kroatien, Skandinavien und den USA.

Die Zusammensetzung ändere sich laufend, erklärte Schmitz: „Manche laufen eine Woche mit, andere mehrere Monate.“ Rund 120 Kilometer legt die Fackel täglich zurück. Jetzt war es die Strecke von Bad Wörishofen über Landsberg bis München mit Stopp in Schondorf. Beim Tragen der Fackel wechseln sich die Läufer ab, sie können sich in Vans, die den Lauf begleiten, ausruhen. Wenn der Friedenslauf in Lissabon ankommt, werden Läufer aus 60 Nationen daran teilgenommen und 24 000 Kilometer zurückgelegt haben. Diese Resonanz zeige, wie wichtig vielen der Frieden sei.

Entlang des Jakobswegs über Eching nach Stegen

Das betonten die Peace Run-Teilnehmer auch mit ihrem Friedens-Lied. Eine musikalische Antwort darauf gaben die Schondorfer mit dem Lied der Boves-Gruppe, „Herr, mache mich zum Werkzeug deines Friedens“. Die Boves-Gruppe wurde von Kirchenpfleger Marius Langer und Pfarrgemeinderätin Andrea Weißenbach vertreten, die mit einer Friedensfahne ins Rathaus gekommen waren. Schließlich wurde das internationale Läuferteam von Läufern des Schondorfer Sportvereins entlang des Jakobs-Pilgerweges über Eching nach Stegen begleitet, von wo aus sie ihre Fackel weiter in die Landeshauptstadt trugen. 

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