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Igling

28.03.2018

Die Gemeinde und das Problem mit dem Auto

Ob das Essen von Regens Wagner Holzhausen mit einem gemeindeeigenen Fahrzeug nach Igling geliefert werden kann, wurde im Gemeinderat diskutiert.
Bild: Thorsten Jordan (Symbolfoto)

In Igling wird debattiert, ob ein neues Fahrzeug gekauft werden soll. Jetzt wurde eine Entscheidung getroffen, obwohl vieles noch unklar ist.

Der Iglinger Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, ein Fahrzeug anzuschaffen. Welches das sein soll und ob es neu oder gebraucht gekauft, oder auch geleast werden soll, das wurde noch nicht entschieden. Das Thema „Beschaffung eines gemeindlichen Fahrzeugs“ beschäftigt den Gemeinderat schon länger. Diskutiert wurde dabei auch darüber, für was das Fahrzeug eigentlich verwendet werden soll. Darüber gehen die Meinungen auseinander.

In mehreren Sitzungen wurde das Anliegen, das vor allem eines von Bürgermeister Günter Först ist, bereits diskutiert. Ergebnis war jedes Mal, dass der Gemeindechef vom Ratsgremium Aufträge zur Beschaffung von Informationen erhielt. In der Dezembersitzung hatte Först die Beschaffung eines Elektroautos und passend dazu, die Aufstellung einer Ladesäule beim Gebäude der Verwaltungsgemeinschaft angeregt, aber keine Mehrheit gefunden.

Wie kommt das Essen nach Igling?

In der Januarsitzung brachten Marie-Theres Scheck und Dominique Graf von Maldeghem die Sache erneut zur Sprache. Hauptgrund ist, dass die Gemeinde dringend ein Fahrzeug für den Transport des Catering-Essens benötigt, das bei Regens Wagner Holzhausen abgeholt werden muss. Das Thema solle auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung, forderte Matthias Magg. Es solle nicht nur E-Mobilität auf Kosten und Umweltbilanz geprüft werden. Vielmehr sei diese Möglichkeit mit anderen Antriebsformen zu vergleichen. Im Februar war das gemeindliche Fahrzeug dann erneut Thema. Magnus Höfler hatte dazu einen Antrag auf Anschaffung eines erdgasbetriebenen Autos gestellt, der allerdings nicht mehr diskutiert wurde, weil sich die Gemeinderäte bereits bei Försts Vorschlägen zur Nutzung des Gefährts verhakten.

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Bauhofleiter ist kein Essenstransporteur

Neben Essenstransport könnten dies dienstliche Fahrten von Verwaltungsmitgliedern, Einkaufsfahrten und Erledigungen von Hausmeister und Bauhofleiter sein. Auch die Verwaltungsgemeinschaft könne das Auto gegen Kostenbeteiligung in Anspruch nehmen. Für Essenstransporte gebe es besondere Vorschriften, sagte Gudrun Glatz. Sie forderte, dass Regens Wagner liefern soll. Das sei doch sicher kostengünstiger als ein eigenes Auto. Außerdem und da pflichteten ihr einige Kollegen bei, sei der Bauhofleiter als Essenstransporteur zu teuer.

Laut Josef Gayer braucht es bei Essenstransporten nichts weiter als geschlossene Behälter. Einige Gemeinderäte pochten auf Verhandlungen mit Regens Wagner, Thomas Ziegler war dagegen für den Kauf eines Fahrzeugs. „Die Entscheidung können wir heute nicht treffen“, resümierte der Bürgermeister und versprach, bis zur nächsten Sitzung Gespräche mit Regens Wagner zu führen, im Landratsamt Vorschriften für Essenstransporte zu erfragen und Angebote anderer Caterer einzuholen.

„Ich verstehe die ganze Diskussion nicht“

In der jüngsten Sitzung war das Auto also erneut Thema. Bürgermeister Günter Först berichtete zunächst dass Regens Wagner nicht in der Lage ist, Essen an Igling und Hurlach auszuliefern. Die Kindergärten der beiden Gemeinden und die Schule seien die einzigen Einrichtungen, die das Catering von Regens Wagner Holzhausen in Anspruch nehmen. „Ich verstehe die ganze Diskussion nicht“, sagte Josef Gayer. „Wir haben einen eigenen Caterer, sind mit dem zufrieden und trotzdem wird geredet und geredet.“

Die über mehrere Sitzungen andauernde Diskussion versteht auch Peter Blattner nicht. Er plädierte für den Kauf eines Autos. Entscheidend ist laut Peter Heiland, dass der Bauhofleiter nicht Transportfahrer ist. Finanziell sei das nicht zu fassen, so Heiland, schlimmer seien die dafür notwendigen Arbeitsunterbrechungen. „Wenn wir ein Auto kaufen, dann muss eine 450 Euro Kraft eingestellt werden.“ Nach der Entscheidung pro Auto wurde am Ratstisch über verschiedene Möglichkeiten geredet, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Bürgermeister Först erhielt folglich erneut Aufträge. Der Gemeinderat möchte vor weiteren Entscheidungen Angebote zum Vergleich vorliegen haben.

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