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Landsberg

28.07.2018

Die Grundschule am Landsberger Schlossberg kommt

Ist jetzt beschlossene Sache: Der Landsberger Schlossberg bleibt Schulstandort – für eine Grundschule.
Bild: Julian Leitenstorfer/Archiv

Jetzt herrscht Klarheit, wie es nach dem Auszug der Mittelschüler weitergeht. Der Oberbürgermeister sieht das Thema ganz anders als seine eigene Fraktion.

Jetzt herrscht Klarheit: Die Schlossbergschule wird in den nächsten Jahren zum Grundschulstandort. Das hat der Stadtrat mehrheitlich beschlossen. Sobald die Sanierung der Mittelschule-West abgeschlossen ist und alle Schüler vom Schlossberg dorthin gezogen sind, beginnen die Erweiterungsarbeiten für eine vierzügige Grundschule. Damit kassierte die CSU-Fraktion, die geschlossen gegen eine Grundschule an diesem Standort stimmte, eine Abfuhr im Stadtrat.

Die Mittelschüler ziehen in einem Jahr um

Momentan hat die Mittelschule Landsberg zwei Standorte – im Westen (ehemalige Fritz-Beck-Mittelschule) und im Osten (Schlossberg). Die räumliche Zusammenlegung im Westen kann erst erfolgen, wenn es die Erweiterung dort zulässt. Die Mittelschüler vom Schlossberg sollen zum Schuljahr 2019/2020 dort hinziehen, wie Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) sagt. Dann wäre der Weg frei, am Schlossberg die erforderlichen Kapazitäten für eine Grundschule zu schaffen.

Das war bislang allerdings politisch ein Zankapfel. In der Vergangenheit wurden Nutzungsmöglichkeiten wie zum Beispiel ein Hotel oder die Unterbringung einer Jugendherberge für den Schlossberg diskutiert. Die CSU hätte – mit Ausnahme des Oberbürgermeisters – eine (neue) Grundschule gerne am Reischer Talweg gesehen. Ihr Motto beim Thema Schlossberg: „Besser keine Nutzung als eine schlechte.“

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Dass eine vierzügige Grundschule am Schlossberg realisierbar ist – jedoch nur mit einem Erweiterungsbau – hat die Verwaltung nun ermittelt. Wie es nun im Stadtrat hieß, benötige man einen Erweiterungsbau. Dieser beinhaltet laut ersten Planungen vier Klassenräume (Obergeschoss) sowie einen Gymnastikraum und eine Aula im Erdgeschoss. Zudem sei ein ausreichender Brandschutz für das gesamte Gebäude machbar.

Warum die CSU dagegen ist

Während die Pläne auf allgemeines Wohlwollen im Stadtrat stießen, wurden sie von der CSU vehement abgelehnt. „Wir wissen nicht, ob das den Richtlinien einer modernen Grundschule entspricht“, so Petra Ruffing. Sie hinterfragte: „Wo sind die Außensportanlagen oder ein Spielplatz, wo sich die Kinder wohlfühlen?“ Berthold Lesch sagte, er könne dem Projekt nicht zustimmen, ohne annähernd Kosten zu kennen. Ein langes Plädoyer gegen diesen Standort hielt Christian Hettmer: „Ich bin auch nicht überzeugt.“ Er führte die „grundlegend geänderte Bevölkerungsprognose“ als Argument gegen den Standort auf. Ein Planungsbüro hat bis ins Jahr 2033 jedoch einen Anstieg der Bevölkerung auf mehr als 34000 Personen (Maximalfall) und die sich daraus ergebenden Schülerzahlen und -sprengel errechnet.

„Eine wohnortnahe Beschulung interessiert uns nicht. Man sollte eine Schule dort anbieten, wo die Schüler sind“, kritisierte Hettmer, der sich abermals für einen neuen Standort am Reischer Talweg stark machte. Zudem sei es nicht sinnvoll im geplanten Erweiterungsbau am Schlossberg Klassenzimmer über der Aula oder dem Gymnastikraum unterzubringen.

Ein Architektenwettbewerb soll stattfinden

Dritter Bürgermeister Axel Flörke (Landsberger Mitte) erinnerte daran, dass mehrere Arbeitskreise diesen Standort als den besten angesehen hätten. Jost Handtrack (Grüne) verwies auf den Mehrheitsbeschluss des Stadtrats im Februar, als man den Schlossberg grundsätzlich als Schulstandort für geeignet gehalten hatte. Mit 21:7 Stimmen – alle Nein-Stimmen kamen von der CSU – wurde nun beschlossen, eine vierzügige Grundschule am Schlossberg einzurichten. Jetzt soll ein Architektenwettbewerb ausgelobt werden.

Der Startschuss für den erforderlichen Erweiterungsbau könnte nach Angaben des Oberbürgermeisters Ende 2019, Anfang 2020 erfolgen.

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