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Projekt

21.11.2018

Die Heizung ist immer noch ein heißes Thema

In diesem städtischen Gebäude wurde eine Heizungsanlage eingebaut: Gesamtkostenpunkt rund 223000 Euro.
Bild: Julian Leitenstorfer

Das Projekt im städtischen Gebäude in der Schwaighofstraße ist ein Politikum. Die Rechnungen sind doch noch nicht alle bezahlt

Das Thema neue Heizungsanlage in dem Wohnkomplex in der Schwaighofstraße 2 wird heute Abend wohl noch einmal den Landsberger Finanzausschuss beschäftigen. Wie berichtet, war das Projekt mit rund 223000 Euro am Ende deutlich teurer geworden als geplant. Und wie jetzt bekannt wurde, sind doch noch nicht alle Rechnungen bezahlt.

„Da lag leider eine falsche Information vor. Und in dieser Sitzung war auch kein Vertreter des Bauamts“, sagt Peter Huber, der Referatsleiter für Technische Gebäudewirtschaft, gegenüber dem LT mit Rückblick auf die Finanzausschusssitzung vom 17. Oktober. Damals hatten die Ausschussmitglieder über eine sogenannte überplanmäßige Mittelanforderung in Höhe von 90000 Euro zu entscheiden. Denn das Projekt Heizungsanlage für den städtischen Wohnkomplex hatte anstatt ursprünglich rund 140000 Euro mit etwa 223000 Euro deutlich mehr gekostet (LT berichtete).

Das Angebot der Heizungsbaufirma lag bei rund 171000 Euro. Hinzu kamen allerdings noch Planungskosten eines Ingenieurbüros in Höhe von mehr als 52000 Euro. Macht unterm Strich Gesamtkosten von rund 223000 Euro. Auf Anfrage von Grünen-Stadtrat Jost Handtrack landete das Thema vor Kurzem erneut im Finanzausschuss (LTberichtete). Kämmerer Peter Jung und Referatsleiter Peter Huber standen Rede und Antwort.

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Dass nun offenbar doch noch nicht alle Rechnungen bezahlt sind – wie in der Vergangenheit kommuniziert – kritisiert Jost Handtrack. „Es geht um Transparenz. Und dieser Fall ist sehr grenzwertig. Wir sind auch für die Kontrolle der Verwaltung da“, sagt der Grünen-Stadtrat gegenüber unserer Zeitung. Er hinterfragt auch generell, warum die Planungskosten durch ein externes Ingenieurbüro dem Stadtrat bei der Projektvergabe im Frühjahr nicht vorgelegt worden seien.

Dazu Peter Huber: „In Eigenleistung wird nur der Hochbau geplant. Die Planung von Elektrik und Technik wird immer extern vergeben. Und die Vergabe von Nebenkosten in dieser Größenordnung ist ein verwaltungsinterner Akt.“ Ein Planer werde bei der Vergabe von reinen Bauarbeiten – in diesem Fall die Heizung – nie mitgenannt. „Das ist kein gemeinsamer Auftrag“, so Huber. Die Schlussrechnung für das Projekt liege aktuell beim Planungsbüro zur finalen Prüfung. Die Stadt hat jedoch bereits zwei Abschlagszahlungen an die Heizungsbaufirma geleistet und eine erste Rechnung des Planungsbüros beglichen, teilt die Pressestelle der Stadt dazu mit.

Nun wird heute Abend im Finanzausschuss wohl noch einmal der komplette Vorgang ein Thema sein. Denn im Haushalt für 2018 war das Heizungsprojekt eigentlich nur mit 100000 Euro veranschlagt... (wimd)

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