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Landsberg

14.06.2017

Die Jäger raten: Hunde gut im Auge behalten

Bei Gefahr ducken sich junge Kitze ins hohe Gras und werden so oft leichte Beute – auch für Hunde.
Bild: Sebastian Völkl

Die Rehe und ihre Kitze im Landkreis Landsberg brauchen derzeit Schutz. In einer neuen Broschüre gibt es Verhaltenstipps

Die warmen Sonnentage locken derzeit Mensch und Tier ins Grüne. Viele Hunde genießen jetzt wieder längere Spaziergänge mit ihren Besitzern und toben sich aus. Der Jagdschutz- und Jägerverein Landsberg appelliert dabei aber an alle Hundehalter, die Tiere in der Natur keinesfalls aus den Augen zu lassen und dafür zu sorgen, dass sie jederzeit unter Kontrolle sind. Wiesen und Getreidefelder seien kein Spielplatz, der Ertrag der Felder diene zur Gewinnung von Lebensmitteln. Durch die Verunreinigung haben die Landwirte Schäden an Ernte und Nutztieren.

Rehkitze sind leichte Beute

Den Jägern geht es aber auch um den Schutz der Wildtiere. „In jedem noch so braven Haushund steckt von Natur aus ein angeborener Jagdtrieb.“ Das könne gerade im Frühjahr für das Wild tödlich ausgehen. Viele Rehgeißen sind hochträchtig und bereits gesetzte Kitze liegen im hohen Gras.

„Während die trächtigen Geißen sehr träge sind und junge Kitze sich bei Gefahr ins Gras ducken statt zu fliehen, sind beide für Hunde eine leichte Beute“, erklärt der Vorsitzende des Jagdschutz- und Jägervereins, Georg Duschl. Jungwild werde oftmals totgebissen, ohne dass Herrchen oder Frauchen davon etwas mitbekommen, während die Hunde scheinbar friedlich in Wiesen herumtollen.

Duschl weist in diesem Zusammenhang auf den gesetzlichen Jagdschutz hin. Laut Jagdgesetz sind Jäger verpflichtet, den Jagdschutz in seinem Revier auszuüben und so das Wild vor drohenden Gefahren zu bewahren. Um bei Hundehaltern mehr Transparenz und Information über die Vorgänge in der Natur zu vermitteln, hat der Bayerische Jagdverband eine Informationsbroschüre zu diesem Thema herausgebracht.

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