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Vorlesewettbewerb

27.02.2018

Die Jury hatte keine leichte Aufgabe

Das sind in diesem Schuljahr die besten Vorleser aus den sechsten Klassen an den Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien.
Bild: Romi Löbhard

Beim Kreisentscheid schlagen sich alle teilnehmenden Sechstklässler sehr gut

Aufregung, Anspannung? Davon waren die Teilnehmer am Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs 2017/2018 weit entfernt. Solche Gefühle waren eher bei den Begleitern aus Familie und Schule zu spüren, die beim Vortrag als Zuhörer zur Untätigkeit verurteilt waren. Im obersten Stockwerk der Stadtbibliothek hatten sich die Sieger aus den 6. Klassen von elf Schulen in Stadt und Landkreis zusammen mit Lieblingsbuch und Fans eingefunden. Ausrichter, Förderer und Unterstützer des Wettbewerbs war wieder die Landsberger Buchhandlung Osiander.

Mitarbeiterin Isabel Tzschaschel führte in bewährter Weise durch den Nachmittag. Sie hatte Unterlagen für die mit Bettina Zimmermann (Stadtbibliothek), Silke Feltes (Journalistin), Ingrid Asam (Buch Hansa) und Monika Zintel (Leiterin Schulamt Landsberg) hochkarätig besetzte Jury vorbereitet und die Reihenfolge der Vorleser bereits ausgelost. Wobei ihr Griff in die Lostrommel mit den Namen der Bücherwürmer fast einer Vorhersage glich: Emma Camlibel von der Mittelschule Landsberg durfte als Erste ans Lesepult und überzeugte im zweiten Teil des Wettbewerbs, Lesen eines unbekannten Textes so, dass sie die Landsberger Farben beim Landesentscheid Ende April (genaues Datum noch nicht bekannt) in Ingolstadt vertreten darf.

Vor diesem Ergebnis aber standen die Vorträge. Auffallend war die fast ausgeglichene Geschlechterverteilung, es lasen sechs Mädchen und fünf Buben. Dabei hatte die Schondorfer Wolfgang-Kubelka-Realschule, in der nur Jungs zur Mittleren Reife geführt werden, gar nicht teilgenommen. Ebenfalls nicht dabei waren Vertreter der Mittelschule Weil sowie der Freien Waldorfschule Landsberg und der Montessori-Schule Kaufering.

Und was wurde gelesen? Bei den Mädchen ging es um erste Ver-knalltheit, um Geschichten mit Tieren, die Buben setzten auf Abenteuer und Krimis. Favorit bei den ausgewählten Büchern waren die Erlebnisse von Rico und Oskar, die Andreas Steinhöfel fast ein wenig autobiografisch beschrieben hat. Gleich drei Mal setzten Sechstklässler auf die beiden so unterschiedlichen Freunde.

Die Lesequalität war generell sehr gut, die Jury hatte deshalb die nicht ganz einfache Aufgabe, Sieger für die drei Schularten zu ermitteln. Zwei Buben und zwei Mädchen durften ein zweites Mal lesen. Isabel Tzschaschel hatte dafür das Buch „Der 14. Goldfisch“ ausgesucht. Darin geht es zwar vordergründig um aufregende Erlebnisse, die Botschaft aber ist, stets auch an das Unmögliche zu glauben. Und wieder waren kaum Unterschiede zu erkennen. Emma Camlibel allerdings trug nicht nur hervorragend vor, sondern zeigte wie Jurorin Ingrid Asam meinte, beim Lesen am meisten Verständnis für den Inhalt. (löbh)

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