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Utting

15.01.2019

Die Kastanien auf dem Schmucker-Gelände dürfen bleiben

Die Kastanien am Schmucker-Gelände in Utting sind gesund und daher erhaltenswert. Folglich muss die Tiefgaragenausfahrt verlegt werden.
Bild: Thorsten Jordan

Der Bebauungsplanentwurf für das Uttinger Schmucker-Gelände wurde einstimmig angenommen. Wie sich der Erhalt der Bäume auswirkt.

Der Bebauungsplan für das größte Uttinger Bauvorhaben, die Neubebauung des Schmucker-Geländes, steht fest: Einstimmig billigten die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung den Entwurf des Planungsverbandes Äußerer Wirtschaftsraum München.

Wohnraum für 250 Menschen

Auf dem rund 12000 Quadratmeter großen Grundstück, das zwischen der Schondorfer, Landsberger und Hechenwanger Straße liegt, baut die Gemeinde kostengünstigen Wohnraum für etwa 250 Menschen. Die fünf unterschiedlich langen Segmente mit 85 Wohnungen ziehen sich bandartig durch das Gelände, das am Moosgraben eine Verengung aufweist.

Der Moosgraben selbst wird freigelegt, an ihn wird eine Wiese anschließen. Auch ganz im Westen bleibt ein Stück Grün erhalten, denn, wie Christian Schaser vom Planungsverband erläuterte, dieser Raum soll offenbleiben, um eine eventuell notwendige spätere Kreuzungsumgestaltung zu ermöglichen. Zu prüfen ist noch eine Änderung des Gehweges entlang der Landsberger Straße. Dieser könnte vor dem Kreuzungsbereich in das neue Wohngebiet führen. Noch nicht abschließend geklärt ist auch die Entwässerung des Geländes, so Schaser.

119 Plätze in der Tiefgarage

Weitere Neuigkeiten bei der Planung betreffen die beiden Kastanien an der Schondorfer Straße. Diese wurden nach einer Untersuchung als „vital, erhaltenswert und ortsprägend“ eingestuft und dürfen somit stehen bleiben. Als Folge davon muss jedoch die Tiefgaragenausfahrt, die zur Schondorfer Straße führt, nach Süden verlegt werden. Die Einfahrt zur Tiefgarage mit den geplanten 119 Stellplätzen erfolgt daher von der Landsberger Straße aus. Sie zeigt sich nun auch etwas länger als zuerst geplant und wird mit einer Überdachung versehen. Wie Bürgermeister Josef Lutzenberger erläuterte, müsse eine Einfahrtsrampe entweder beheizt oder überdacht werden. Man habe sich in diesem Fall für eine Überdachung entschieden.

Wie die Anwohner geschützt werden sollen

Zum Schutz der Anwohner soll eine Hecke gepflanzt werden. Das Gelände wird mit mindestens 65 Bäumen begrünt. Der Stellplatzschlüssel ist mit 1,25 niedriger als der ortsübliche. Inklusive der Besucherstellplätze beträgt der Schlüssel 1,5. Gemeinderat Helmut Schiller (SPD) sprach noch eine Sorge der Anwohner zur Tiefgarageneinfahrt an. So werde diese von Garagen gesäumt, vor denen bisher noch je ein Auto abgestellt werden konnte. Die Anwohner sorgen sich nun, dass diese Parkmöglichkeit wegfällt. Bei der Einfahrt handle es sich um öffentlichen Grund. Wie Schaser sagte, seien die Garagen weiterhin nutzbar. „Was den Platz vor der Garage angeht, wird das aber nicht überall der Fall sein.“

Isabel Lamberty (GAL) schlug vor, diesen Anwohnern als Ausgleich Tiefgaragenstellplätze zur Miete anzubieten. Auf Anregung der Gemeinderäte soll auch geprüft werden, ob die Anzahl der Stellplätze am sogenannten Gemeinschaftshaus von drei auf sechs erhöht werden könne.

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