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Corona

07.05.2020

Die Krise wird auch ehrenamtlich bewältigt

Landrat Thomas Eichinger im Gespräch mit (von links) dem BRK-Kreisvorsitzendem Alex Dorow sowie den Führungskräften Steffen Schweckhorst, Claudia Schöning und Jens Rohde.
Bild: Lehner

Der Landrat informiert sich beim Roten Kreuz über die Arbeitsabläufe

Seit Mitte April fährt das Infektmobil zu Menschen, die sich möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert haben. Landrat Thomas Eichinger hat sich kürzlich im Rahmen eines Arbeitsbesuches beim BRK-Kreisverband Landsberg ein Bild über die Lage und die Aktivitäten des Roten Kreuzes in Zeiten der Corona-Krise gemacht.

Seit vier Wochen besetzen täglich vier BRK-Helfer wichtige Positionen auf dem Infektmobil und in der Infektpraxis. „Sie leisten damit eine unverzichtbare und wertvolle Aufgabe für den Landkreis. Bitte geben Sie diesen Dank an alle weiter“, bedankte sich Landrat Eichinger mit Abstand und Mundschutz stellvertretend bei den anwesenden Helfern.

Der BRK-Kreisvorsitzende Alex Dorow und BRK-Kreisgeschäftsführer Andreas Lehner bedankten sich ebenfalls für das vorbildliche Engagement der Helfer aus den Sanitätsbereitschaften, der Wasserwacht, aber auch aus dem externen Helferpool. Gleichzeitig mahnte die BRK-Führung: „Einen solch lange andauernden Katastrophenfall hat es bislang noch nie gegeben. Das Ehrenamt kann auf Dauer diesen Dienst nicht leisten, denn auch die Arbeitgeber der ehrenamtlichen Helfer können auf unsere Helfer nicht dauerhaft verzichten. Wir brauchen hier zeitnah andere Strukturen.“

Während die Ärzte über die KVB und das Pflegepersonal über das Klinikum gestellt und abgerechnet werden, stellt das BRK das Verwaltungspersonal für die Infektpraxis und die Besatzung für das Infektmobil. Dabei wird von den BRK-Helfern teilweise die sogenannte „Helferfreistellung“ genutzt, die nur im Katastrophenfall möglich ist, damit während der regulären Arbeitszeit dieser Dienst versehen werden kann. Der Arbeitgeber bekommt dadurch den Lohnausfall erstattet.

Kreisbereitschaftsleiter Steffen Schweckhorst ist stolz auf seine ehrenamtliche Mannschaft: „Wir haben bisher über 1400 Stunden ehrenamtlich im Kampf gegen das Coronavirus geleistet. Nicht zu vergessen ist auch die Arbeit hinter den Kulissen, beim Dienstplan, bei der täglichen Lösung von Problemstellungen. Den Helfern hier gebührt deshalb ebenfalls ein großes Lob.“

Anschließend führte Steffen Schweckhorst den Landrat durch die Räumlichkeiten der BRK-Katstrophenschutzhalle und stellte den Fuhrpark vor. Beim anschließenden Kaffee nahm sich Eichinger noch Zeit für einen Austausch und versprach, sich bei passender Gelegenheit nach dem Ende des Katastrophenfalles bei allen im geeigneten Rahmen zu bedanken. (lt)

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