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Landsberg

20.06.2019

Die Küken auf dem Kamin des Landsberger Gefängnis sind wohlauf

Alles in Ordnung auf dem Heizturm der Justizvollzuganstalt Landsberg. Die Storchenfamilie hat das Unwetter am Wochenende gut überstanden.
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Alles in Ordnung auf dem Heizturm der Justizvollzuganstalt Landsberg. Die Storchenfamilie hat das Unwetter am Wochenende gut überstanden.
Bild: Julian Leitenstorfer Photographie

Plus Die Landsberger Storchenfamilie hat die Unwetter der vergangene Tage gut überstanden. Das war nicht überall so. Ein Storchenexperte erklärt warum.

Wie geht es der Landsberger Storchenfamilie nach dem Unwetter vom Wochenende? Diese Frage beschäftigt einige Landsberger. Doch es gibt Entwarnung, nicht nur die Storcheneltern wurden gesichtet, auch zwei Jungen leben noch.

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Mehr zum Thema finden Sie hier: Die meisten Storchenküken im Raum Landsberg sind tot

Das Storchenpaar, das sich auf einem Kamin in der Justizvollzugsanstalt Landsberg ein Nest gebaut hat, steht unter Beobachtung: Viele Anwohner, die einen Blick auf den Turm haben, verfolgen, was sich dort tut. Auch in den Sozialen Medien werden Momentaufnahmen aus dem Familienleben von Meister Adebar gepostet. Und von dort kam am Sonntag mittag auch gleich die Meldung, dass die Jungen das Unwetter, das in Landsberg Keller überfluten ließ und eine Schlammlawine an der Pössinger Straße auslöste, überstanden haben.

Die Küken auf dem Kamin des Landsberger Gefängnis sind wohlauf

Regnet es nur kurz, ist das kein Problem

Ein Starkregen von ein oder zwei Stunden sei für Storchenküken kein Problem, erläutert Wolfgang Bechtel. Er beobachtet für den Landesbund für Vogelschutz die Tiere im Fünfseenland und im Raum Landsberg und Weilheim. „Danach war es am Sonntag ja wieder trocken und warm.“

Tagelanger Dauerregen und kühle Temperaturen seien viel schädlicher für die Tiere. So hatte das Wetter in den Tagen vor Christi Himmelfahrt wie berichtet zum Tod vieler kleiner Störche geführt. „75 Prozent der Jungstörche sind damals gestorben“, sagt Wolfgang Bechtel. Die Küken kühlten aus, erläutert der Storchenexperte. Als weitere Ursache werde genannt, dass die Alttiere zu wenig Futter heranschaffen. Wie stark sich die Kälte auswirkt, kommt auf die Größe der Küken an: Solange sie klein sind, können sie unters Gefieder eines Elternteils schlüpfen, sie werden „gehudert“, wie es in der Fachsprache heißt.

75 Prozent der Jungen sind schon im Mai gestorben

In Raisting, das mit 16 Storchenhorsten die größte Kolonie Sder schwarz-weißen Schreitvögel in Südbayern vorweist, weiß Bechtel von nur acht Jungen, die heuer überlebt haben. Außerdem seien in einem Horst in der Pähler Straße, gerade erst am 8. Juni Junge geschlüpft. „Ich weiß nicht wie viele Küken es dort sind.“ Und in Fischen haben zwei von drei Jungen überlebt, wie Bechtel sagt. Er geht auch davon aus, dass die kleinen Störche in Apfeldorf überlebt haben. Das Hagelunwetter an Pfingsten habe Raisting nicht so getroffen, sodass es dadurch keine weiteren Einbußen gegeben habe.

Sollten die Landsberger Störche ihre Junge durchbringen, werden die Tiere vermutlich auch im kommenden Jahr Landsberg aufsuchen. Doch Bechtel ist noch vorsichtig mit Prognosen. „Es kommt auch darauf an, wie sich die Futterareale im Sommer entwickeln“, sagt er. Das könnten junge Störche manchmal nicht so einschätzen. Und er geht davon aus, dass es junge Störche sind, da sie relativ spät im Jahr mit der Brut anfingen und ein neues Gebiet besiedelt haben.

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