1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Die Liebe zur Mission und der Gemeinde

St. Ottilien

12.12.2019

Die Liebe zur Mission und der Gemeinde

Pater Aurelian †

Der Missionsbenediktiner Pater Aurelian Feser ist mit 74 Jahren gestorben. Trauer herrscht auch in Igling. 

Unerwartet schnell ist Anfang Dezember der Missionsbenediktiner von Sankt Ottilien, Pater Aurelian Feser, im Therapiezentrum Burgau im Alter von 74 Jahren gestorben. Pater Aurelian litt an einer erblich bedingten Leberzirrhose im Endstadium, sodass seine letzten Monate für ihn nicht leicht waren.

Die Eltern waren Weinbauern

Als Georg Josef Feser kam er am 4. Juni 1945 in der rheinischen Weinbaugemeinde Ockenheim (Diözese Mainz) zur Welt. Das gläubige Elternhaus – der Weinbauer Jakob Feser und Mutter Margarete Feser – sowie die Einbettung in die kirchliche Jugendarbeit legten die frühe Ausrichtung auf den Priesterberuf wohl nahe.

Für missionarische Anliegen hatte Pater Aurelian immer schon Interesse gezeigt und bereits seit 1974 den Freundeskreis Las Torres (Förderung von Sozialprojekten in Venezuela) begleitet. So entsprach seine Berufung zum Missions- und Kongregationsprokurator im Jahr 1995 durchaus seinen persönlichen Interessen. Als Prokurator unternahm er unzählige Reisen in die ganze Welt, regte an und begleitete Initiativen und Projekte und war in zahlreichen Gremien Mitglied.

Die Liebe zur Mission und der Gemeinde

Nach Ablauf seiner Amtszeit übernahm er 2003 das Amt des Priors von Jakobsberg. In diese Zeit fiel unter anderem die Renovierung der Klosterkirche Zu den 14 Nothelfern und der Umbau von Haus St. Christoph, worin die „Schwesterngemeinschaft vom Eucharistischen König“ ihre Heimat fand, wie auch der Aufbau einer Erinnerungswiese für verstorbene Kinder.

In der Pfarreiengemeinschaft Igling fühlte er sich wohl

2011 kehrte er schließlich nach St. Ottilien zurück, wo er zunächst die Gästebetreuung übernahm und ab 2014 in die Pfarrseelsorge einstieg: Im Team der Pfarreiengemeinschaft Igling setzte er sich engagiert ein und fand dank seiner menschlichen Zugewandtheit viel Vertrauen und Zuspruch. Pater Aurelian war Vollblutseelsorger, einfühlsam und ideenreich, spontan und zu Experimenten geneigt. Daher besaß er auch einen großen Freundeskreis, der ihm lebenslang treu blieb, wobei ihm vor allem die Verbindungen in die Heimat und zur Familie ein Anliegen waren.

Seine erblich bedingte Krankheit brach mitten in einer fruchtbaren und von ihm mit Freude erfüllten seelsorglichen Tätigkeit in der Pfarreiengemeinschaft Igling aus. (lt)

Requiem mit Beerdigung ist am heutigen Samstag um 10.30 Uhr in der Abteikirche von Sankt Ottilien.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren