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Dießen

21.09.2020

Die Mehrzweckhalle in Dießen wird zur Großbaustelle

Eine größere Sanierung und Modernisierung steht bei der Haustechnik der Dießener Sport- und Mehrzweckhalle an. Darüber wurden die Marktgemeinderäte jetzt informiert.
Bild: Gerald Modlinger

Plus In der Mehrzweckhalle in Dießen gibt es bei Installationen, Brandschutz, Lüftung, Licht und Heizung viel zu tun. Was das für Schulen und Vereine bedeutet.

Die Dießener Mehrzweckhalle ist in etwa so alt wie der Turm des Marienmünsters. Und das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit beider Bauwerke: Auch an der Mehrzweckhalle steht in nächster Zeit eine größere Sanierung an. Mehr als drei Jahrzehnte seit Errichtung der Halle hat der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nun eine erste Weiche gestellt und beschlossen, einen Planungsauftrag zu erteilen. Erneuerungsbedürftig ist vor allem die Haustechnik.

Das Gremium wurde von der Verwaltung in nichtöffentlicher Sitzung über die Situation in Kenntnis gesetzt, die das Bauamt im Rahmen routinemäßiger Überprüfungen an der inzwischen 35 Jahre alten Halle wahrnahm. So sind laut einer Presseinformation der Verwaltung einmal die Kaltwasserleitungen im gesamten Gebäude – zumindest für heutige Verhältnisse – zu groß dimensioniert. Das darin befindliche Wasser sei latent zu warm, und einer Verkeimung könne nur durch stetiges und intensives Spülen der Leitungen entgegengewirkt werden. Dieser Umstand könne nur behoben werden, wenn das Kaltwassernetz vollständig erneuert wird. Außerdem müsse die für den Brandschutz vorgesehene nasse Hydranten-Löschwasserleitung stillgelegt werden. In der Folge müsse der Markt für die Halle einen neuen Brandschutznachweis erstellen lassen.

Auch die Brandschutzklappen müssen erneuert werden

Neben der Sanierung der Wasserleitungen ist nach Einschätzung der Verwaltung auch eine vollständige Erneuerung der alten Brandschutzklappen im Gebäude notwendig, um die Halle weiterhin als Versammlungsstätte nutzen zu dürfen. In den Brandschutzklappen wurden vor 35 Jahren asbesthaltige Stoffe verbaut, weshalb diese nicht mehr betrieben werden dürfen. Das habe eine Überprüfung durch den TÜV ergeben.

Durch die Feststellung von asbesthaltigem Material in den Brandschutzklappen werden vom TÜV die erforderlichen Prüfungen an diesen nicht mehr durchgeführt, die Anlage verliere dadurch ihre Betriebszulassung, weshalb von der Gemeinde in der Folge auch die Lüftungsanlagen umgehend außer Betrieb genommen werden mussten. Die gute Nachricht aber ist laut Geschäftsstellenleiter Karl Heinz Springer, dass sowohl der Schul- als auch der Vereinssport grundsätzlich ganz normal weitergeführt werden können. Vorsorglich sei aber auch an eine Luftmessung gedacht.

In der Mehrzweckhalle fand unter anderem die konstituierende Gemeinderatssitzung statt.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archivfoto)

Die Überprüfung der Halle habe darüber hinaus gezeigt, dass auch die Beleuchtung, die Lüftungsanlagen und die Heizung aufgrund ihres Alters energetisch nicht mehr modernen Standards entsprechen und ebenfalls zu erneuern sind. Insbesondere die Umrüstung der Neonröhren auf LED-Technik sei nicht nur aus Gründen der Energieeinsparung geboten. Da die Halle während der Sanierung der Lüftung mit einem aufwendigen Schonboden versehen und vollkommen eingerüstet werden müsse, biete sich der zeitgleiche Austausch der Beleuchtung an, um zusätzliche Kosten bei einem späteren Austausch zu vermeiden.

Alle Sanierungsmaßnahmen würden voraussichtlich eine Zeit von acht Monaten in Anspruch nehmen. Wo und in welchem Umfang während dieser Zeit Schul- beziehungsweise Vereinssport durchgeführt werden könne, sei noch zu klären.

Die Vereine werden noch informiert

Der Marktgemeinderat hat die Verwaltung nun beauftragt, ihre erste Einschätzung sowie alle notwendigen und möglichen Sanierungswege und Renovierungsschritte durch Fachplaner prüfen zu lassen und die voraussichtlichen Kosten zu ermitteln. Schulleitung und Schulverband seien bereits informiert, die Vereine würden das in den nächsten Tagen ebenfalls noch.

Belastbare Zahlen zu den Sanierungsmaßnahmen können noch nicht genannt werden, die Verwaltung wird die Maßnahmen im Rahmen des vom Bund beschlossenen „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten 2020“ zur Förderung anmelden. Sollten die Maßnahmen als förderfähig anerkannt werden, könnte der Markt eine Zuwendung in Höhe von 90 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten.

Lesen Sie dazu auch: So war der Start für Dießens neue Bürgermeisterin

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