Newsticker
Dänemark verzichtet auf Corona-Impfstoff von Astrazeneca
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Die Ministerin lobt die Film- und Kinokultur in Landsberg

Landsberg

28.11.2019

Die Ministerin lobt die Film- und Kinokultur in Landsberg

Auszeichnung fürs Olympia Filmtheater Landsberg: (von links) Oberbürgermeister Mathias Neuner, Klara Gilk, Judith Gerlach und Rudolf Gilk.
Foto: Dagmar Kübler

Plus Der FilmFernsehFonds Bayern zeichnet erstmals in Landsberg Kinos für ihr Programm aus. Darunter sind auch zwei aus dem Landkreis.

Der FilmFernsehFonds (FFF) Bayern zeichnet seit 22 Jahren Kinos für ihr hervorragendes Jahresfilmprogramm aus. Heuer fand die Veranstaltung erstmals in Landsberg statt. Und so trafen im Festsaal des Historischen Rathauses die Betreiber der 60 prämierten Kinos auf das Team des FFF sowie auf Judith Gerlach, Bayerische Staatsministerin für Digitales, die die Urkunden verlieh. Ausgezeichnet wurden auch zwei Kinos aus dem Landkreis Landsberg.

Die mit 15.000 Euro dotierte Spitzenprämie erhielt Matthias Helwig von den Breitwand Kinos in Seefeld, Starnberg und Gauting. Ausgezeichnete Kinos im Landkreis Landsberg waren das Olympia-Filmtheater in Landsberg, geführt von Klara und Rudolf Gilk, sowie die Kinowelt in Dießen unter Leitung von Dr. Doris Apell-Kölmel und Lina Winkler. Kriterien für die Auszeichnung sind ein hoher Anteil an deutschen und europäischen sowie Kinder- und Jugendfilmen im Programm, ebenso Dokumentationen, Liveübertragungen und Veranstaltungen wie Open-Air-Kino.

Auch Lina Winkler (links) und Dr. Doris Apell-Kölmel (rechts) von der Kinowelt am Ammersee in Dießen wurden von Judith Gerlach.
Foto: Dagmar Kübler

Die Prämierung sei der Höhepunkt im FFF-Kalender, sagte FFF-Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein, die Landsberg als einen Ort der Film- und Kinokultur bezeichnete. Das „warm-up“ zur Prämienverleihung habe bereits am Abend zuvor im Olympia-Filmtheater stattgefunden. Dort sei der Film „Das geheime Leben der Bäume“ gezeigt worden, der im Januar offiziellen Kinostart hat.

Prämien in Höhe von 415.000 Euro

Insgesamt durften sich die Kinos über Prämien in Höhe von 415.000 Euro freuen, die Mittel stellt der Freistaat zur Verfügung. 24-mal wurden 5000, 29-mal 7500, sechsmal 10.000 und einmal 15.000 Euro vergeben. „Die Bayerischen Kinos lassen sich viel einfallen, sie haben originelle Ideen und es wird viel Aufwand betrieben“, sagte Erpenstein. Besuchermagnet 2018 war „Sauerkrautkoma“ aus der Serie der Ebenhofer-Filme, die für den FFF ein Glücksgriff seien.

Ausgezeichnet wurden Kinos aus ganz Bayern, darunter welche in Metropolen wie München, aber auch kleine „auf dem Land“ mit nur wenigen Plätzen. Gutes Kino sei ein Ort für unterhaltsame Stunden, aber auch für gesellschaftliche Diskussion und damit ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität in den Kommunen, sagte Judith Gerlach. Zwar seien die Besucherzahlen leicht gestiegen, jedoch herrsche ein harter Kampf im Unterhaltungsbereich, verschärft durch Streaminganbieter und neue wie Disney.

Kinoförderung ist eine Herzensangelegenheit

Die Bayerische Regierung stehe weiterhin hinter den Kinos. „Es braucht Filme, die begeistern und die ein breites Publikum ansprechen“, so Gerlach. Kinoförderung sei für sie eine Herzensangelegenheit, sie freue sich über die Erhöhung der Fördermittel. Diese betragen für die Jahre 2019 und 2020 1,7 Millionen Euro und weisen damit ein Plus von 40 Prozent auf. „Damit sind wir bundesweit spitze.“

Brigit Bähr vom FFF stellte die ausgezeichneten Kinos vor. Die Kinowelt Dießen sei ein wichtiger Treffpunkt für Unterhaltung; das Olympia-Filmtheater zeige keinen Mainstream, sondern bis auf wenige Ausnahmen Arthouse-Kino und punkte durch das Open-Air, den Stadtfilm, in dem Rudolf Gilk alle zwei Jahre einen Rückblick auf die Geschehnisse in Landsberg zeigt, sowie durch das Café Filmbühne. Bereits im Oktober hat die Kinowelt Dießen von Staatsministerin Monika Grütters eine Auszeichnung für ihr Kinder- und Dokumentarfilmprogramm erhalten.

Dank für eine „herausragende Kinoleistung“

Besondere Worte hatte Bähr für Matthias Helwig parat: Mit dem Neubau eines Arthouse-Kinos in Gauting, in dem er auch selbst ein Restaurant betreibe, habe er sich einen Traum erfüllt. 60.000 Vorstellungen zeigten die Breitwandkinos jährlich, davon seien über 70 Prozent europäische und über 40 Prozent deutsche Filme. Das vor 13 Jahren von Helwig initiierte Fünfseenland-Festival sei das viertgrößte in Bayern. Bähr dankte Helwig, der 1987 mit dem Breitwandkino in Gilching begann, für „jahrzehntelange herausragende Kinoleistung“.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren