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Die ÖDP: Eine ganz normale Partei

Die ÖDP: Eine ganz normale Partei
Kommentar Von Gerald Modlinger
13.01.2020

Bei der ÖDP im Landkreis Landsberg fliegen die Fetzen. LT-Redakteur Gerald Modlinger erklärt, warum.

Bislang sind die Kommunalpolitiker der ÖDP im Landkreis als eher nüchterne Sachpolitiker aufgefallen, die sich beharrlich für Klima- und Umweltschutz einsetzen. Kurz vor der Kommunalwahl zeigen sie jetzt auch ihre menschlichen Seiten, oder anders gesagt: Bei der sonst so unaufgeregt daherkommenden ÖDP fliegen die Fetzen.

Entzündet hat sich der Streit um die Frage, wer wo auf der Kreistagsliste steht: Die einen setzen auf die in der Partei seit vielen Jahren tätigen Mitglieder und Funktionäre. Der Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Robert Sedlmayr, hofft(e) auf die Attraktivität von bekannten Neueinsteigern wie die von der GAL zur ÖDP gewechselten Kreisrätin Annunciata Foresti oder den Landsberger Stadtrat Hans-Jürgen Schulmeister.

Robert Sedlmayr will Bürgermeister werden

Es gibt aber auch noch eine zweite Ebene: Landratskandidat Wolfgang Buttner hat praktisch keine Chance, Landrat zu werden. Doch seine Kandidatur ist eine gute Gelegenheit, um 100 Prozent ÖDP-Standpunkte zu vertreten. Bei Robert Sedlmayr geht es in Geltendorf nicht nur um fünf Prozent plus X, sondern um 50 Prozent plus X, nämlich tatsächlich Bürgermeister zu werden. Vor sechs Jahren war ihm das schon fast gelungen. Um sein Ziel zu erreichen, muss er Allianzen bilden und Kompromisse anpeilen.

Die ÖDP: Eine ganz normale Partei

Die ÖDP im Landkreis befindet sich in einer Situation, die an die langen Konflikte bei den Grünen zwischen Fundis und Realos erinnert. Bei den Grünen haben sich am Ende die Realos durchgesetzt und hohe Stimmenanteile und viele Regierungsbeteiligungen gaben ihnen recht. Funktioniert das auch bei der ÖDP? Oder liegt die Attraktivität der ÖDP für deren Anhänger gerade darin, klare Standpunkte zu vertreten, ohne auf eine tatsächliche Machtperspektive zu schielen, und im Einzelfall auch politisch etwas zu erreichen, wie mehrere von der ÖDP (mit-)initiierte Volksbegehren zeigten. So oder so: Gerade wird deutlich, dass auch die ÖDP eine ganz normale Partei ist.

Mehr zum Thema lesen Sie hier: Kritik: Bei der ÖDP gibt es „Geheimabsprachen“

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