1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Die Ortsmitte soll kein Nadelöhr werden

Utting

11.10.2018

Die Ortsmitte soll kein Nadelöhr werden

Wegen der aktuellen Bauarbeiten ist die Brücke über den Mühlbach in Utting gesperrt.
Bild: Thorsten Jordan

Die Brücke über den Mühlbach in Utting wird derzeit saniert. Wie soll sie später einmal aussehen? Diese Frage stellt man sich im Gemeinderat.

Wie kann der Eingang zur Bahnhofstraße in Uttings Ortsmitte gestaltet werden? „Ein Vorschlag ist, den Einfahrtsbereich so zu gestalten, dass er als Hauptverkehrsweg in die östliche Richtung wahrgenommen wird“, erläuterte Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Rasches Handeln ist gefragt, weil die Sanierung der Brücke über den Mühlbach bereits begonnen hat.

Zwei Büros haben ihre Vorschläge für eine Gestaltung abgegeben. Mehrere Varianten kamen vom Ingenieurbüro Demmel aus Weilheim, eine weitere vom Architekturbüro Sunder-Plassmann aus Greifenberg. Dieses hat das ehemalige Steinhauser-Gebäude, gleich im Anschluss an die Brücke gelegen, vor Kurzem erworben und will es sanieren. Nachdem der Bau- und Umweltausschuss bei einem Ortstermin die Vorschläge bereits geprüft hatte, war es nun am Gemeinderat, eine Entscheidung zu treffen.

Das Thema Verkehr spielt eine Rolle

Die Variante von Sunder-Plassmann sah eine Verengung der Fahrbahn auf der Brücke durch verbreiterte Gehwege vor. Diese Brückenkappen werden betoniert und dauerhaft mit der Brücke verbunden, ein Rückbau gestaltet sich demnach schwierig. Die Parkplätze auf der Brücke würden dann entfallen. Zudem ist je ein Baum links und rechts zu Beginn der Bahnhofstraße vorgesehen. Der vom Bau- und Umweltausschuss favorisierte Demmelsche Entwurf sah lediglich eine optische Verengung der Brücke durch eine Markierung vor. Auf der rechten Seite sollen zudem zwei Bäume stehen und der Gehweg abgesenkt werden, um einen behindertengerechten Übergang zu schaffen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Auch Schüler, die den Weg entlang des Mühlbachs gehen, sollen diesen nutzen, um die Straße sicher überqueren zu können.

Die Brücke bleibt so breit wie sie ist

Die Gemeinderäte konnten sich auf die Schnelle nicht mit den Vorschlägen anfreunden. Patrick Schneider (GAL) regte an, zur Sicherheit der Fußgänger das Parken auf der Brücke zu verbieten. Ralf Stief (CSU) befand die Reduzierung der Fahrbahn auf 5,50 Meter als zu schmal für den Begegnungsverkehr. Karl Sauter (CSU) schloss sich dieser Meinung an und erinnerte an vielfache Bürgerkritik an der engen Brücke, die ins Gries führt. Dass in der Bahnhofstraße zu schnell gefahren wird und gestalterische Elemente dazu beitragen könnten, dass das Tempo gedrosselt wird, wurde mehrfach erwähnt.

Florian Hansch (SPD) sprach sich jedoch dafür aus, eher den vom See kommenden Verkehr zu bremsen, damit jener aus Westen kommend gut abfließen kann. Fazit: Die Breite der Brücke bleibt, über gestalterische Elemente wird zu einem späteren Zeitpunkt separat beraten. So können die Brückensanierungsarbeiten ohne Unterbrechung fortgesetzt werden.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren