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Landkreis Landsberg

06.03.2018

Die Polizei kommt jetzt in Blau

So sieht die Polizei jetzt aus: dunkelblaue Hose mit hellblauer Biese, dunkelblaues Hemd und Krawatte (die übrigens bayerische Rauten hat). Die beiden Hauptkommissare Stefan Mang und Anita Grad präsentieren die neuen bayerischen Polizeiuniformen, die die Beamten mittlerweile auch in Landsberg tragen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die bayernweite Umrüstung auf die neuen Uniformen ist fast abgeschlossen. Die Beamten der Inspektionen Landsberg und Dießen haben die neue Ausrüstung jetzt endlich.

Aus Grün wird Blau: Die bayerische Polizei hat ein völlig neues optisches Erscheinungsbild. Nicht nur die meisten der Streifenwagen und Einsatzfahrzeuge sind mittlerweile blau, sondern auch die Dienstuniformen. Die Beamten der Polizeiinspektionen (PI) in Landsberg und Dießen sind nahezu komplett ausgestattet. Nur hier und da fehlt noch ein Ausrüstungsteil in der richtigen Größe.

„Ein paar Kleinigkeiten fehlen beim einen oder anderen Kollegen noch, weil das bestellte Stück nicht ganz gepasst hat. Aber ansonsten sind wir komplett neu eingekleidet“, sagt Markus Siebert. Der Pressesprecher der PI Landsberg zählt auf: blaue Socken, blaue Hosen, blaue Unterhemden, blaue Wintermütze, weiß-blaue Schirmmütze, blaue Einsatzjacke für den Winter und eine für den Sommer, blaue Ausgehuniform und neue Gürtel. Die bayerische Polizei ist seit Ende 2016 stückweise neu eingekleidet worden. Stück für Stück wurden die einzelnen Präsidien umgerüstet, und das dauerte einige Zeit. Der Landkreis Landsberg ist einer der letzten.

Die Damen tragen einen besonderen Schnitt

Und die neue Ausrüstung kommt bei ihren Trägern gut an. „Sie ist auf jeden Fall angenehmer zu tragen als die alte Uniform. Der erste Eindruck ist sehr gut“, sagt Polizeihauptkommissar Stefan Mang. Und auch den weiblichen Beamten kommt die Dienstkleidung entgegen. „Das Hemd ist tailliert und die Hose anders geschnitten als bei den Männern. Bei uns Frauen ist jetzt ein deutlicher optischer Gewichtsverlust festzustellen“, meint Anita Graf scherzhaft. Die Polizeihauptkommissarin und ihre Kollegen haben auch in der Öffentlichkeit bislang nur positive Rückmeldungen erhalten. „Viele sagen, dass die neuen Uniformen klasse aussehen.“

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Und was wurde aus den alten, grünen und beigen Kleidungsstücken? Die werden nicht alle entsorgt, sondern in den Werkstätten der gemeinnützigen Behindertenhilfe der Barmherzigen Brüder zu Taschen und Rucksäcken umgenäht. Diese Lifestyle-Dinge gibt es online zu kaufen.

Die alten klassischen Lederjacken der Polizei haben übrigens nicht ausgedient. „Sie wird schon noch getragen, aber nicht so gerne“, sagt Markus Siebert. Wie der Polizeihauptkommissar erläutert, gebe es ja nun für alle Jahreszeiten zwei unterschiedliche Textiljacken.

Mitte, Ende April ist die JVA dran

Ähnlich wie in Landsberg verhält es sich in Dießen. PI-Chef Alfred Ziegler: „Noch sind nicht alle bei uns in blau. Wir sind in den letzten Zügen. Es war jetzt an der Zeit, neue Uniformen zu bekommen.“ Das alte Grün habe zwar einen höheren Wiedererkennungswert, „aber das Blau sieht sehr gut aus“. Die bayerische Polizei ist nicht die einzige Behörde, die von Grün auf Blau umsattelt – auch die Justiz stellt um. Bei der JVA in Landsberg dauert es noch einige Wochen, bis der Farbenwechsel erfolgt. „Wir sind Mitte bis Ende April dran“, weiß Anstaltsleiterin Monika Groß. Auch bei den Gefängnissen in Bayern kommt eine Anstalt nach der anderen dran. Eine blau uniformierte Vorhut gibt es laut Groß aber auch bereits in Landsberg.

„Die Anwärter und ihre Ausbilder sind schon blau eingekleidet.“ Auch in der zum Amtsbereich von Groß gehörenden JVA in Garmisch-Partenkirchen wird bereits Blau getragen. Die Uniformen von Polizei und JVA-Personal sehen weitgehend gleich aus – mit einer Ausnahme: Die Justizvollzugsbeamten tragen an ihrer Dienstkleidung keine Rangabzeichen wie die Polizeibeamten. Und statt „Polizei“ auf der rechten Brustseite steht dort „Justiz“.

Die alten Uniformen müssen ausgemustert werden

Im gleichen Zeitraum wie die Beamten der JVA sollen auch die Wachtmeister am Landsberger Amtsgericht neu eingekleidet werden, wie Pressesprecher Alexander Kessler mitteilt. Mit den nicht mehr gebrauchten grünen Uniformen wird auch beim Farbenwechsel so verfahren wie sonst auch, wenn eine Uniform ausgemustert wird. Die Träger müssen die Dienst-Textilien verbrennen oder zerschneiden. Damit soll ausgeschlossen werden, dass die Uniformen „missbräuchlich verwendet werden“, wie sich Groß ausdrückt.

Also: Einen Flohmarkt für grüne Uniformen wird es nicht geben, auch wenn in Zukunft eigentlich jeder wissen müsste, dass Träger grüner Uniformen keine echten Polizisten, Justizvollzugsbeamte oder Justizwachtmeister mehr sind. Dass sich die Bürger schnell an das neue Erscheinungsbild der Polizei gewöhnen, daran glaubt Dießens Polizeichef Alfred Ziegler. „In ein, zwei Jahren redet keiner mehr darüber.“

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