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St. Ottilien

30.11.2019

„Die Priester“ aus St. Ottilien wollen wieder in die Charts

„Die Priester“, das sind (von links) Vianney Meister, Andreas Schätzle und Rhabanus Petri, haben mit „Halleluja“ in diesen Tagen ihre neueste CD veröffentlicht.
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„Die Priester“, das sind (von links) Vianney Meister, Andreas Schätzle und Rhabanus Petri, haben mit „Halleluja“ in diesen Tagen ihre neueste CD veröffentlicht.

Plus Vianney Meister, Rhabanus Petri und Andreas Schätzle bringen ihre sechste CD auf den Markt. In einem Musikvideo spielen der Ammersee und die Erzabtei St. Ottilien eine große Rolle.

In oberen Sphären kennen sie sich aus. „Die Priester“, das sind die Benediktiner Vianney Meister, Rhabanus Petri sowie der Wiener Diözesanpriester Andreas Schätzle, bewegen sich wie selbstverständlich seit Jahren in den Pop-Charts. In diesen Tagen ist nun ihr sechstes Album erschienen. Es trägt den Titel „Halleluja“ und ein Musikvideo gibt es auch.

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Im Hintergrund der nebelumwobene Ammersee

Die Liebe zu Gott, aber auch zu ihrer Heimat – und die ist mit dem Kloster St. Ottilien nun einmal auch der Ammersee – bekräftigen sie schon gleich in dem Coverbild und den Szenen im Musikvideo zum Eröffnungssong der neuen CD „Du erfüllst meine Seele“. Es ist eine Coverversion des legendären „Annie’s Song“ von John Denver. Zu dritt stehen die drei Priester auf einem Steg in Stegen, im Hintergrund der nebelumwobene Ammersee. Es folgen Szenen aus ihrer täglichen Umgebung im Klostergarten, in der Klosterkirche oder am Kloster-Weiher.

„Wir waren straff durchgeplant“, erinnert sich Pater Vianney Meister an die zurückliegenden zwölf Monate. So lange arbeiten die drei geistlichen Musiker nämlich bereits an dem neuen Album. Einmal habe man sich in der 1887 gegründeten Erzabtei St. Ottilien getroffen, der Heimat von Pater Vianney und Pater Rhabanus – Andreas Schätzle lebt in Wien und ist unter anderem Programmdirektor des christlichen Senders Radio Maria Österreich –, dann unterbreitete jeder der drei in einer Telefonkonferenz seine Titelvorschläge, die er gerne in der CD umsetzen würde. „Aus diesen Vorschlägen ging es dann darum, zehn Lieder auszuwählen.“

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Nach Ostern sei es dann soweit gewesen, nun trat der Vocal-Coach auf den Plan. Thomas Killinger schrieb für jeden der drei Sänger die entsprechende Stimme auf den Leib und war von da an tagtäglich erster Ansprechpartner. „Das war sehr wichtig für uns, denn der von den Universal Studios beziehungsweise der Produzenten von Airforce1 Records war ziemlich straff vorgegeben“, erinnert sich Pater Vianney. Aufgenommen wurde die CD in Neufahrn bei Avenue Music Koppehele. „Da kannten wir uns schon aus, weil wir dort schon frühere Produktionen eingesungen haben.“


Wer nun aber glaubt, dass die Aufnahmetage auch nur in irgendeiner Weise den Klischees entsprechen, die man von alten Musikfilmen mit rauchenden und herumlungernden Rockstars her kennt, der irrt. Die drei Priester hatten ein knappes Zeitfenster von Dienstag nach Pfingsten bis Freitag, also vier Tage, um die komplette CD einzusingen. Pater Vianney: „Wir waren täglich von 12 bis 19 Uhr an der Reihe“ – immer betreut von Vocal-Coach Thomas Killinger.

Von Pater Vianney ins Deutsche übersetzt

In den Liedern geht es neben der Hommage an die Liebe in „Annie’s Song“, den Pater Vianney selbst ins Deutsche übersetzt hat, natürlich vor allem um inniges Vertrauen auf Gott und auch die Verkündigung der frohen Botschaft. Verpackt sind sie in Irish-Folk, aber auch in die russisch-orthodoxe Liturgie. „Christ you are my life“ wiederum ist eine hymnenartige Lebensbotschaft, die für den Weltjugendtag 2000 geschrieben wurde und daher bereits über weltweite Verbreitung verfügt. Das Titellied der CD „Halleluja“ von Leonhard Cohen erfuhr ja in diesem Jahr eine besondere Renaissance. „Vergangenes Jahr hab’ ich ein Paar verheiratet, wobei der Bräutigam früher bei mir im Tagesheim in St. Ottilien war.“ Die Braut hat sich für die Hochzeit das „Halleluja“ gewünscht.

Im September wurde noch ein Musik-Video gedreht

Natürlich musste nun das Marketing das CD-Release im November unterstützend vorbereiten. Daher wurde im September „Annie’s Song“ auch noch als Musikvideo gedreht. Drehorte waren unter anderem der Ammersee (Stegen) und die Erzabtei St. Ottilien. Das Produkt kann sich hören und sehen lassen, sind sich die drei Priester einig: „Zum Verkaufsauftakt ging bereits in den ersten Stunden zehn CDs über den Verkaufstresen des Klosterladens“, freut sich Vianney Meister.

Und damit geht es erst los. So hat bereits das Bayerische Fernsehen um einen Auftritt in der Abendschau gebeten, weitere sind bereits angefragt. Aus dem Erlös, den die CD einspielt, unterstützt Pater Vianney zum Beispiel seinen Mitbruder Jesaja, der in Tansania (Afrika) ein Krankenhaus betreibt. Wenn es nach den Priestern geht, darf es so weitergehen. Pater Vianney denkt jedenfalls bereits an eine neue Produktion: „Ich hätte schon wieder Lust.“

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