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09.06.2009

Die Radler haben ein neues Zuhause

Igling (löbh) - Vorwärts in die Pedale treten und rückwärtsfahren - wer das aushält, dem kann vermutlich auch die stürmischste See nichts anhaben. Oder einmal auf dem Hochrad sitzen und das Gefühl des Schwebens genießen: All das ermöglichte der Radfahrerverein "Wanderer" Igling im Rahmen der offiziellen Inbetriebnahme seines Radler-Stadels. Nach verregnetem Auftakt, weshalb der gemeinsame Zug zum Stadel nach einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Oberigling buchstäblich ins Wasser fiel, und kirchlichem Segen, feierten etwa 250 Iglinger bei Unterhaltungsmusik der Erpftinger Buam die neue Unterkunft der Radler.

Am Sonntag war Petrus wohlgesonnener, ein warmer Föhn vertrieb die Regenwolken und nach Frühschoppen und Mittagessen startete ein lustiger Familiennachmittag. Gleichzeitig trafen sich im Stadel "alle über 60" zum Seniorennachmittag der Gemeinde Igling. Draußen aber, auf dem asphaltierten Feldweg, der am Stadel vorbeiführt, herrschte reges Treiben. Der Iglinger Verein hatte einiges an skurrilen Fahrrädern zu bieten, ebenfalls anwesend war der Radlspaß aus Landsberg mit seinen ungewöhnlichen Drahteseln. Und alles durfte ausprobiert und getestet werden. Gestandene Mannsbilder eierten auf klitzekleinen Gefährten vorbei, ein wenig schneller waren "Kutschen" mit "Vierfahrradantrieb". Gemeinderat Peter Heiland führte sein selbst gebautes und dem Verein zur Verfügung gestelltes "Hochrad" vor, wer wollte, konnte von einem altertümlichen Hochrad aus die Welt betrachten - natürlich mit Hilfestellung eines Radfahrers in passender Originalkleidung.

Der Radler-Stadel ist komplett in Eigenleistung entstanden, so Vorsitzender Georg Winkler. Das notwendige Grundstück wurde von privat zur Verfügung gestellt, nach weniger als fünf Wochen war der Stadel fertig. Hier werden jetzt die im Besitz des Vereins befindlichen Fahrräder und Korsowägen eingestellt. Und es wird laut Winkler die Geselligkeit gepflegt - neben Korsofahrten bei diversen Festumzügen, ein wichtiger Aspekt des Radfahrervereins. Und vielleicht lebt auch das Stadelfest, das vor einigen Jahren eingeschlafen ist, wieder auf.

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