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Windach

14.07.2020

Die Schule in Windach wird eine große Baustelle

Das Schulgebäude in Windach muss aufwendig saniert werden. Die Schulverbandsversammlung hat nun den Plänen zugestimmt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Auf den Schulverband kommen für die Sanierung des Gebäudes in Windach Kosten von rund 4,3 Millionen Euro zu. Der Brand- und Wärmeschutz sind wesentliche Punkte. Die Beleuchtung wirft einige Fragen auf.

In der Grundschule Windach werden in den kommenden zwei Jahren nicht nur Kinder lernen, sondern auch Handwerker verschiedener Gewerke tätig sein: Die Klassentrakte I und II sowie der Sondertrakt werden komplett saniert und zukunftsfähig gemacht. Beim Brandschutz wird auch die Schulturnhalle mit einbezogen. Das beschloss der Schulverbandsrat in seiner aktuellen Sitzung einstimmig. Die vorläufig geschätzten Kosten belaufen sich auf 4,3 Millionen Euro. Noch im Juli werden Förderanträge gestellt, mit einem Bescheid kann laut Architekt im Oktober gerechnet werden.

Dass die Windacher Schule in erforderlichem Umfang saniert werden soll, hatte die Verbandsversammlung des Schulverbands Windach, dem neben der Standortgemeinde auch Eching, Eresing und Greifenberg angehören, bereits im Januar 2019 einstimmig beschlossen. Zwischenzeitlich wurde, wie seinerzeit gewünscht, mit MHH Architekten ein in Baudenkmalangelegenheiten erfahrenes Büro gefunden. In der jüngsten Schulverbandssitzung stellten die beiden Architekten Stefan Hassenzahl und Nina Graeßner das ausgearbeitete Konzept samt anfallender Kosten vor und zur Diskussion.

Der Echinger Bürgermeister hat Zweifel an der Beleuchtung

Für Debatten im Gremium und deswegen noch für keine schlussendliche Entscheidung sorgten das zeltähnliche Dach im Eingangsbereich sowie die von den Architekten vorgeschlagene Beleuchtung in den Klassenzimmern. Für Letztere schlugen die Architekten runde Pendelleuchten sowie indirekte Tafelbeleuchtung vor.

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Der Echinger Bürgermeister Siegfried Luge bezweifelte, dass diese Beleuchtung ausreichend ist. Weiter befürchtete er, dass es in 20 Jahren keine Ersatzteile mehr gibt. Laut Robert Beinhofer ist die ähnlich konzipierte Beleuchtung im Windacher Pfarrsaal nicht befriedigend. Die Architekten verteidigten allerdings ihre Entscheidung. Für diese Beleuchtung sei die beste Lichtausbeute berechnet worden, so Hassenzahl. Das nicht mehr ursprüngliche, zu einem späteren Zeitpunkt nachgerüstete gläserne Zeltdach im Eingangsbereich „ist bautechnisch nicht in den Griff zu bekommen“, erklärte der Fachmann diesbezüglich. Hier dringt sichtbar an allen Holzteilen Wasser ein, hinter der Verschalung hält sich immer Feuchtigkeit. Der Vorschlag, das Zelt zu entfernen und mit einem normalen Schrägdach und mehreren Lichtkuppeln zu ersetzen, fand keine Zustimmung im Gremium. Gründe sind die sehr niedrige Decke und die Befürchtung, dass der Eingang ohne das gläserne Dach zu dunkel ist. Beide Angelegenheiten bedürfen einer endgültigen Klärung.

Die Fenster sind vom Denkmalschutz freigegeben

Die Sanierungsmaßnahmen im Einzelnen: Wesentlicher Eingriff ist laut Architekt Stefan Hassenzahl der Brandschutz, dieser wird im gesamten Gebäudekomplex vorgenommen. Hassenzahl sprach neben einer funktionalen Brandmeldeanlage von baulichen Lösungen wie Türenaustausch, Bypass-Türen, die mittige Teilung der Trakte, zusätzliche Ausgänge. Eine weitere große Maßnahme ist die energetische Sanierung der Klassentrakte I und II sowie des Sondertrakts. Die Fenster sind vom Denkmalschutz freigegeben und können komplett ausgetauscht werden. Die Gebäude werden mit Außendämmputz versehen, die Dächer energetisch saniert. Bei der Innenraumsanierung werden Böden erneuert, Akustikdecken montiert, Türen teilweise erneuert, Sanitärbereiche kernsaniert. Das Metalldach (Kupfer) kann bleiben, es ist laut Architekt solide. Darunter sind bis zu 30 Zentimeter Dämmung möglich, vorgeschlagen ist eine feuchtevariable Dampfdämmung. Für die Dachentwässerung ist ein Ionenabscheider notwendig.

Für Wasser und Strom ist einiges zu machen

Die Wasserleitungen werden unter anderem wegen Hygieneproblemen komplett erneuert, dabei erhält jeder Trakt eine eigenständige Leitung. Der 2015 eingebaute Gaskessel (Heizung) bleibt, die Radiatoren in den Räumen werden weiter genutzt. Eine neue Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wird eingebaut. Bei der Elektrik sei es nicht möglich gewesen, den Bestand festzustellen. Hauptverteiler müssen teilweise komplett erneuert, Zuleitungen geprüft und beschriftet werden.

Die neueren Gebäude sind laut Architekt energetisch und raumakustisch gut in Schuss. Generell, im gesamten Komplex, seien Schadstoffe hauptsächlich in den Versorgungsschächten festgestellt worden.

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