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Kommentar

15.11.2017

Die Sparkassen mit dem Bindestrich

Die Sparkasse Landsberg-Dießen will mit Fürstenfeldbruck und Dachau fusionieren.
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Die Sparkasse Landsberg-Dießen will mit Fürstenfeldbruck und Dachau fusionieren.
Bild: Julian Leitenstorfer

Angesichts der wahrscheinlichen Fusion der Sparkasse Landsberg-Dießen stellt LT-Redakteur Gerald Modlinger die Frage: Haben regionale Banken langfristig noch Chancen?

Die Tage der Sparkasse Landsberg-Dießen sind gezählt, die Zukunft gehört einer Sparkasse mit dem Arbeitstitel Amper-Lech. Daran lassen sowohl das Mehrwertgutachten als auch die Sparkassenvertreter wenig Zweifel. Kleinere Zinsmargen, ein wachsender Aufwand, um mit dem digitalen Fortschritt mithalten zu können und um den wachsenden staatlichen Regulierungsanforderungen nachzukommen, lassen die Erträge schrumpfen. Fusionen bieten für die kleinteilig strukturierten Sparkassen und Genossenschaftsbanken die Möglichkeit, Kosten zu senken, ohne im gleichen Maß die Dienstleistung für die Kunden zu schmälern.

Die Kunden entscheiden, ob Filialen bleiben

Für die meisten Kunden haben Fusionen keine allzu großen Auswirkungen, weder im Guten noch im Schlechten. Ob etwa Standorte geschlossen werden, hängt vor allem von der Kundenfrequenz vor Ort ab. Und die ist oft nicht mehr groß. Gerade noch einmal im Jahr kommt im Durchschnitt ein Online-Kontoinhaber in die Sparkasse. Und bei Geldsachen wird kühl gerechnet, der Faktor Region ist dabei keine entscheidende Größe.

Vor diesem Hintergrund stellt sich überhaupt die Frage, welche langfristigen Marktchancen regional verankerte Geldhäuser haben, und wann aus der wachsenden Zahl von Bindestrich-Sparkassen eine einzige Bayern-Sparkasse werden wird.

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