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Asyl

13.02.2015

Die Sprache war überhaupt kein Problem

Fröhliche Stimmung herrschte beim Kennenlernabend zwischen Asylbewerbern und Ehrenamtlichen im Denklinger Feuerwehrhaus. Foto: Frauke Vangierdegom

23 Denklinger empfingen 16 Flüchtlinge aus Syrien. Bürgermeister begrüßte auf Englisch

16 Asylbewerber im Alter zwischen 19 und 40 Jahren wohnen seit einigen Tagen im Alten Pfarrhaus in Denklingen. Am Dienstagabend wurden die Flüchtlinge aus Syrien von Bürgermeister Michael Kießling und ehrenamtlichen Helfern aus dem Ort begrüßt.

Fast alle der 23 ehrenamtlichen Helfer aus Denklingen erwarteten die Asylbewerber im Feuerwehrhaus, wo man schnell ins Gespräch kam und sichtlich Freude am gegenseitigen Kennenlernen hatte. Sprachliche Barrieren waren dank Dolmetschern in den Reihen der Asylbewerber und mehr oder weniger guten Englischkenntnissen der Denklinger überhaupt kein Problem.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Kießling in fließendem Englisch stellten sich zunächst die Helfer aus dem Ort vor. 23 Frauen und Männer aus der Lechraingemeinde stehen den Gästen aus Syrien bei der Bewältigung des Alltags in der Fremde zur Seite. Ob Hilfe bei der Übersetzung von Schriftstücken, Deutschunterricht, Fahrdienst oder Hilfe im Krankheitsfall – für fast jede Lebenslage haben sich Bürgerinnen und Bürger gefunden, die ihre Hilfe anbieten. Auch die Asylbewerber selbst stellten sich kurz vor. Familienväter aus Hommes, Damaskus und anderen Regionen Syriens gehören zu den neuen Bewohnern des Alten Pfarrhofs in Denklingen ebenso wie junge Studenten. Andere arbeiteten zu Hause als Heizungsbauer, Koch, Sportlehrer oder Fashiondesigner.

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In telefonischem Kontakt mit den Familien

Manche seien mit dem Boot und dann über Italien gekommen, andere über die Türkei und Griechenland, antworteten die Männer auf Fragen nach ihren Fluchtwegen.

Ob sie denn wüssten, wie es ihren Familien zu Hause gehe, wollten die Helfer wissen. Man stehe in telefonischem Kontakt, erklärten die Asylbewerber. Aber wie lange die Familien in der Heimat sicher seien, könne niemand beantworten.

Die ehrenamtlichen Helfer in Denklingen sind: Markus Schwaiger, Maria Henkel, Helmut und Claudia Scheid, Anita Gropp, Gabriele Feldmeir, Pius, Marlies und Moritz Preisinger, Toni Draxl, Michaela Greif, Manuela Ahmon, Beate Anisits, Sabine und Hannes Stefens, Claus und Renate Himml, Hilde Hirsch, Marion Keller, Kerstin Waibl, Hellmut und Waltraud Langer sowie Julia Orthuber.

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