Newsticker

Staatsregierung mahnt: Corona-Regeln gelten auch für Nikolaus

Finanzen

26.10.2017

Die Stadt des Bauens

Landsberg bewältigt ein umfangreiches Bauprogramm: Hier wird saniert und da wird etwas Neues hochgezogen. Bedeutet das auch mehr Personal in der Verwaltung?

Wenn man nicht wüsste, dass Landsberg in Oberbayern anzusiedeln ist, könnte man glauben, sich mitten in Schwaben wiederzufinden – zumindest, was die Bautätigkeiten angeht. „Schaffe, schaffe, Häusle baue ...“: Diese Volksweise könnte derzeit tatsächlich so etwas wie die Hymne am Lech sein, umreißt sie doch treffend die Aufgabenstellung, die dem Stadtrat und der Verwaltung erhebliche Anstrengungen abverlangt. Dass sich daran so schnell nichts ändern werde, darauf wies Kämmerer Peter Jung in seinen Einführungsgedanken zu den kommenden Haushaltsberatungen hin.

So wurden im vergangenen Jahr zahlreiche Projekte entweder beendet oder teils nach längerer Wartezeit in Angriff genommen. Das Bayertor erstrahlt in altem Glanz und sieht der abschließenden Sanierung seiner wertvollen Reliefgruppe entgegen. Das Historische Rathaus ist derzeit eingerüstet, die Fassade bedarf einer umfassenden Reinigung und Sanierung. Die Laufbahn am Sportzenturm musste lange warten, bis sich jemand um sie kümmerte. Jetzt bestimmen Arbeiter die Szenerie am Sportzentrum, und im Neu- und Umbau der Mittelschule waren Millionenbeträge gebunden, um nur einige Beispiele zu nennen. Betrachtet man nun die Maßnahmen, die den Haushalt des kommenden Jahres mitbestimmen werden, so ist noch ein weiteres Mal die Mittelschule einer der größeren Kostenfaktoren. Ebenfalls über der Ein-Millionen-Investitionsgrenze ist der bereits begonnene Neubau der Obdachlosenwohnungen an der Jahnstraße angesiedelt, das neue Jugendzentrum bindet die Stadt finanziell, trotz Beteiligung des Investors Urbanes Leben am Papierbach (ULP). Die Laufbahn am Sportzentrum ist nicht das einzige städtische Engagement auf der Freizeitanlage. So müsste eigentlich der Kunstrasenplatz erneuert werden (265000 Euro), 2019 steht der Allwetterplatz mit 370000 Euro zu Buche. Der Kindergarten Zur Arche ist mit einem Anbau zur Mittagsbetreuung und dem Ausbau des Dachgeschosses (380000 Euro) festgehalten.

Zum Tiefbau gehört die neue Radwege- und Fußgängerbrücke über den Lech, die West- und Altstadt über das Urbane Leben am Papierbach miteinander verbinden soll. Auch da gilt wie beim Jugendzentrum: Trotz finanzieller Beteiligung des Investors kostet das Projekt, das von Ende 2018 bis Mitte 2019 umgesetzt werden soll, viel Geld. Vorgesehen sind bei den Tiefbaumaßnahmen dafür 4,3 Millionen Euro. Jugendzentrum, Brücke und auch Kindergarten sind laut Peter Jung Verpflichtungen, die der Stadt aus dem Vertrag ULP entstehen.

Dass dies alles die Belastung der Bauverwaltung weiter steigere, dürfte auf der Hand liegen. Berücksichtigt man anstehende Projekte wie eine eventuelle Neugestaltung von Vorder- und Hinteranger, ein neues Museumskonzept, um nur zwei Zukunftsprojekte zu nennen, sei neues Personal für das Bauamt unumgänglich, deutete Jung an. Auch ein Wirtschaftsförderer für die Stadt ist bereits im Stellenplan vorgesehen. Darüber wird in den Haushaltsberatungen zu sprechen sein, nach den Grundsätzen der weiteren Konsolidierung und Nachhaltigkeit. Doch der Kämmerer ist nicht nur Mahner, sondern räumt auch ein: „Was die Steuereinnahmen angeht, bin ich immer noch vorsichtig optimistisch.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren