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Lechrain/Peiting

23.07.2018

Die Trachtler haben kurzfristig Glück mit dem Wetter

Das Lechgautrachtenfest fand dieses Jahr in Peiting statt. Der ausrichten Verein feierte außerdem sein 110-jähriges Bestehen und 60 Jahre Trommlerzug.
Bild: Gisela Klöck

Beim Lechgautrachtenfest in Peiting sind rund 3400 Teilnehmer dabei. Viele von ihnen kommen aus dem Landkreis Landsberg. Petrus greift genau im richtigen Moment ein.

Der Wetterbericht gehörte beim Lechgautrachtenfest in Peiting einfach dazu. Ein Standkonzert musste wegen Regens abgesagt und die Festmesse ins Zelt verlegt werden. Das war’s dann aber auch. Beim Festumzug, an dem rund 3400 Trachtler – darunter auch viele aus dem Landkreis Landsberg – teilnahmen, wurde niemand nass.

Zum Geburtstag eine neue Fahne

Mit einem gut besuchten Bayerischen Tanzabend begann das Festwochenende des Trachtenvereins Alpenrose Peiting, der heuer sein 110-jähriges Bestehen und 60 Jahre Trommlerzug feiert. Für Vorsitzenden Franz Thiel ein passender Anlass, nach 60 Jahren wieder eine neue Vereinsfahne zu weihen. Er dankte dem „Bayerischen Rigi“ aus Hohenpeißenberg für die Patenschaft. In der geschmückten Eishalle spielten die „Weiß’ngroana“ und die „Göllwurz’n Musi“ auf.

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Das Standkonzert vor dem Heimatabend am Samstag fiel dem Regen zum Opfer und wurde in der Festhalle fortgesetzt – mit Plattlern und Tänzen aus dem Lechgau, Goaßlschnalzern und dem Jodelclub Glärnisch Glarus aus der Schweiz. Bürgermeister Michael Asam dankte der Alpenrose für Ausrichtung des Trachtenfests. Der ganze Ort sei dafür herausgeputzt worden.

Die Messe findet im Zelt statt

Der Festsonntag hatte regnerisch begonnen. Und so musste die Festmesse ins Zelt verlegt werden. Die feierliche Messe mit der Segnung der neuen Vereinsfahne mit dem Leitspruch „Sitt und Tracht der Alten wollen wir erhalten“ wurde musikalisch von der Trachten- und Knappschaftskapelle, Alphornbläsern und dem Männerchor gestaltet.

„100 Jahre Freistaat Bayern“ ist für die Bayerische Staatsregierung Anlass, den Gaufest-Ausrichtern ein Fahnenband zur Erinnerung an dieses Jubiläum zu stiften. Der Landesvorsitzende des Bayerischen Trachtenverbands, Max Bertl, überreichte es im Auftrag von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. „Die Messe war sehr würdig, mit Gänsehautfeeling“, sagte die Schongauer Landrätin Andrea Jochner-Weiß.

Pünktlich zu Beginn des Umzugs hört der Regen auf

Der Vorsitzende des Lechgau-Trachtenverbandes, Franz Multerer, sprach über die gesetzlichen Veränderungen in den vergangenen 40 Jahren. Er forderte von der Politik umsetzbare Bescheide. Es solle nicht danach entschieden werden, wie viele Leute, sondern welche Leute feiern. Anschließend spielte die Musikkapelle Rottenbuch auf. Franz Multerer muss wohl einen guten Draht zum Wettergott haben. Denn der Regen hörte pünktlich vor dem Festzug auf. „Der Herrgott hat ein Einsehen, wir können marschieren“, meinte er. Nach Böllerschüssen setzten sich 24 Musikkapellen, acht Trommlerzüge und 40 Trachtenvereine und 14 von Pferden gezogene Festwagen in Bewegung. Sie zogen durch Peitings Straßen, die mit Blumen und Fahnen festlich geschmückt waren. Die Plastikhüllen für Fahnen und Regenschirme wurden nicht gebraucht.

Auch aus Apfeldorf, Epfach, Stoffen, Hofstetten, Dießen, Seestall, Landsberg, Reichling und Rott waren zahlreiche Trachtler in Peiting dabei. Auf der Ehrentribüne gab es zufriedene und stolze Gesichter. Die Rede war von einem gelungenen Lechgautrachtenfest. Im nächsten Jahr wird Schongau der Ausrichter sein, im vergangenen Jahr war es Reichling. Vor und in der Festhalle fanden nach dem Festumzug Ehrentänze der Vereine statt. Den Festtag beendete die Stadtkapelle Schongau.

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