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Landsberg

21.01.2020

Die UBV denkt über eine Umfahrung für Landsberg nach

Die UBV Landsberg und ihre Bürgermeisterkandidatin Doris Baumgartl bei der Auftaktveranstaltung des Wahlkampfs.
Foto: Thorsten Jordan

Plus OB-Kandidatin Doris Baumgartl stellt ihre wichtigsten Themen vor: Das sind Verkehr, Wohnen, Klima, Innenstadt und Soziales.

Die UBV Landsberg ist am Samstagnachmittag mit ihrer Oberbürgermeisterkandidatin Doris Baumgartl in den Kommunalwahlkampf gestartet. Mit rund 100 Teilnehmern – Kandidaten, Anhänger und interessierte Bürger – wurden die Positionen zu den fünf Stichpunkten Verkehr, Bauen und Wohnen, Innenstadt, Klima und Umwelt und Soziales abgesteckt. Die OB-Kandidatin grenzte dabei die UBV insbesondere von Positionen der CSU und der Grünen ab.

Nur wenige Stühle gab es bei der UBV im Altstadtsaal der VR-Bank Landsberg-Ammersee zum Wahlkampfauftakt. Das aus gutem Grund: Nach den einleitenden Jazz-Klängen und der Vorstellung von OB-Kandidatin Doris Baumgartl wollte man sich ja mit den Besuchern austauschen. Gleichsam als Gesprächsgrundlage umriss zuvor die Oberbürgermeisterkandidatin die Positionen der UBV.

"Eine Gesamtlösung und nicht 1001 Konzepte"

Verkehr „Eine klar definierte Gesamtlösung, und nicht 1001 Konzepte“ forderte Baumgartl. Sie warnte auch davor, „ein Verkehrsmittel gegen ein anderes auszuspielen, wir müssen uns alle Verkehrsmittel unvoreingenommen ansehen“. Ebenso wolle man nicht warten, bis ein Verkehrsentwicklungsplan vorliege. Über die Situation an der Schwaighofkreuzung und am Postberg müsse man sich „sofort“ Gedanken machen. Langfristig müsse auch über eine Umgehungsstraße nachgedacht werden. In diesem Zusammenhang dankte Baumgartl Landrat Thomas Eichinger (CSU) dafür, „dass er dieses Thema aufgegriffen und in die Diskussion gebracht hat“.

Bauen und Wohnen Die UBV setze sich für die Gründung einer städtischen Wohnbaugesellschaft ein, denn: „Grundstücke können nicht meistbietend an Investoren vergeben werden, wir brauchen andere Kriterien. Unser Ziel muss sein, nicht für den Gewinn anderer Leute zu bauen, sondern für die Lebensqualität in Landsberg.“

Klima und Umwelt Die UBV setze in Landsberg auf „Bepflanzen statt Versiegeln“, die Lechhangterrassen müssten unbebaut bleiben.

Innenstadt Auf die Innenstadt müsse besonders geachtet werden. Alle Beteiligten müssen „kreativ und kooperativ an einem Strang ziehen“, sagte Baumgartl.

Soziales Bei der Kinderbetreuung legte Baumgartl ihr Augenmerk auf die Gewinnung „qualifizierten Personals“. Sie wies darauf hin, dass es Bereiche gebe, „wo Wirtschaftlichkeit nicht an der ersten Stelle stehen kann. Wir müssen dafür sorgen, dass Kinder in einem Umfeld groß werden, das nicht nur den gesetzlichen Rahmen erfüllt, sondern auch, in dem sie sich wohlfühlen. Und das gilt für alle Kinder, egal woher sie kommen und ob sich ihre Eltern das leisten können“. Zu verdanken habe man vieles den Senioren. Für sie solle es künftig einen Ansprechpartner in der Stadtverwaltung geben.

Ein Jahr den Stadtbus kostenlos fahren lassen

Und was brachte der Bürgerdialog an weiteren Erkenntnissen? Am Ende der Veranstaltung schlug Doris Baumgartl vor, in einem Modellprojekt den Stadtbus „ein Jahr kostenlos fahren zu lassen und zu schauen, wie sich das auf den Verkehr auswirkt“. Mit Verweis auf den Reischer Talweg sagte UBV-Vorsitzender Wolfgang Neumeier, man könne nicht erst bauen und danach überlegen, wie man hinkomme. Zum Klimaschutz wurden eine Verlängerung des Personenverkehrs vom Bahnhof bis zu den Oberen Wiesen vorgeschlagen. Auch in der stärkeren Verwendung von Holz bei öffentlichen Bauten sah Baumgartl einen Beitrag zum Klimaschutz. Mit Blick auf die Innenstadt versicherte Baumgartl, bei der Frage einer Fußgängerzone in Vorder- und Hinter-anger nichts vorzugeben, sondern das umsetzen zu wollen, „was die Bürger wollen“.

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Die Diskussion ist geschlossen.

21.01.2020

Liebe Frau Baumgartl, in Sachen stadtnaher Südumgehung stimme ich Ihnen zu und unterstütze das Projekt.

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