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Landsberg

23.01.2019

Die Wasserwacht warnt: Auf dem Eis besteht Lebensgefahr

Das Foto zeigt eine Übung zur Eisrettung auf dem Windachspeicher.
Bild: Sibylle Seidl-Cesare (Archivfoto)

Das Eis auf den Gewässern im Landkreis Landsberg ist noch zu dünn, um es betreten zu können. Was in einem Notfall zu tun ist.

Auf den Schnee folgte Dauerfrost, und der führt jetzt dazu, dass die Gewässer vereisen. Allerdings: Noch ist es äußerst gefährlich, sich aufs Natureis zu wagen. Die Kreis-Wasserwacht warnt eindringlich davor, die Eisflächen zu betreten: „Die Eisdecke ist noch zu dünn. Es besteht Lebensgefahr“, heißt es in einer Mitteilung der Wasserwacht.

Das Eis braucht noch Zeit zu wachsen

Damit Eis eine Person mit 75 Kilogramm Körpergewicht tragen kann, müsse es mindestens zehn Zentimeter dick sein. Für kleinere Personengruppen sollten es mindestens 15 Zentimeter sein. „Damit das Eis so dick wird, braucht es schon einige richtig kalte Tage“, erklärt Frank Böhm, der Kreisvorsitzende der Wasserwacht. Auch wenn das Eis am Rand schon dick genug ist, bedeute das nicht, dass es überall Menschen tragen kann. „Warme Strömungen unter dem Eis sind von außen nicht sichtbar und können gefährlich dünne Eisstellen erzeugen.“

„Wer ins Eis einbricht verliert bei den niedrigen Wassertemperaturen schnell das Bewusstsein und läuft so Gefahr zu ertrinken“, warnt der Vorsitzende weiter. Deshalb der Rat: „Eisflächen auf natürlichen Gewässern besser meiden und zum Schlittschuhlaufen lieber auf eine Eislaufbahn.“

Aufpassen, damit man nicht unters Eis gerät

Wer dennoch ins Eis einbricht sollte unbedingt laut um Hilfe rufen, in jedem Fall vermeiden, dass er unter das Eis gerät und sich möglichst wenig bewegen, um wenig Körpertemperatur zu verlieren.

Zeugen eines solchen Unfalls sollten sofort die Notrufnummer 112 wählen, die eingebrochene Person beruhigen, mit Hilfsmitteln wie Rettungsring, Leitern, Ästen, Abschleppseil oder ähnlichen Gegenständen, die zur Verfügung stehen, die eingebrochene Person absichern und nur ins eisige Wasser gehen, wenn sie selbst über eine dritte Person mit einem Seil gesichert sind.

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