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Freizeit

08.12.2020

Die Wildtiere brauchen jetzt Ruhe

Jetzt in den Wintermonaten sollten Spaziergänger im Wald darauf achten, Wildtiere nicht unnötig zu stören.

Wie Jäger aus Landsberg und Umgebung Rehe und andere Tiere schützen wollen

Die Corona-Einschränkungen treffen Familien, Einzelhandel, viele Wirtschaftszweige, die Verbände und die Erholungssuchenden schwer. Gerade in der grauen Zeit im Herbst und Winter sind die Einschränkungen für viele besonders hart. Nachdem jetzt auch Tagesausflüge nach Österreich untersagt werden und viele Skilifte den Betrieb nicht aufnehmen dürfen, besteht die Gefahr, dass viele Sportler und Erholungssuchende fernab der ausgewiesenen Pisten und Routen unterwegs sein werden. Dies kann für viele Wildarten eine tödliche Gefahr bedeuten, teilt die Kreisgruppe der Jäger mit.

Gerade im Winter haben viele Tiere ihren Stoffwechsel auf Notzeit umgestellt und brauchen Ruhe, um unbeschadet durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Ein Erholungssuchender (Schneeschuhwanderer, Tourengeher, Spaziergänger, Fahrradfahrer oder Reiter) der fernab der ausgewiesenen Routen, Pisten oder Waldwege unterwegs ist, schrecke das Wild, ohne es zu merken, auf. Das führe zu panikartigen Fluchtreaktionen des Wilds und könne sogar dazu beitragen, dass Wildtiere den Winter nicht überleben. Ebenso sei es wichtig, dass Spaziergänger in Nähe des Waldes, wenn sie mit Hund unterwegs sind, ihren Hund an die Leine nehmen.

Georg Duschl, Vorsitzender der Kreisgruppe des Bayerischen Jagdverbands des Landkreises Landsberg, bittet daher alle Erholungssuchenden, sich nicht abseits der bekannten Pisten, Routen beziehungsweise Waldwege zu bewegen, um somit das Wild in der harten Jahreszeit zu schützen.

Georg Duschl: „Ich kann sehr gut verstehen, dass viele Wintersportler oder Erholungssuchende sehnsüchtig auf eine Möglichkeit warten, Sport zu treiben. Als Naturfreund und Jäger rufe ich aber alle Erholungssuchenden auf, bei ihren Ausflügen auf unsere Wildtiere zu achten.“ Auch das Wild verdiene Respekt und alle könnten einen Teil zum Wohl des Wilds beitragen, wenn „wir uns nicht abseits der bekannten Routen und Wege aufhalten.“ (lt)

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