Freizeit im Landkreis Landsberg

27.03.2017

Die letzte Saison

In den nächsten Tagen beginnen die Wartungsarbeiten im Warmfreibad in Greifenberg. Anfang Mai kann dort wieder geschwommen werden. Es ist die letzte Saison, bevor Gebäude, Becken und Außenanlagen neu errichtet und gestaltet werden.
Bild: Thorsten Jordan

Das Warmfreibad in Greifenberg soll ab 2018 neu gestaltet werden. Was bis dahin noch passiert.

Wer im Warmfreibad in Greifenberg in seiner jetzigen Form noch einmal schwimmen möchte, der sollte dies heuer tun. Denn die Freizeiteinrichtung des Landkreises steht vor ihrer letzten Saison. Die Pläne des Landratsamtes sehen vor, in diesem Jahr über einen Architektenwettbewerb die Planungsgrundlage für die Bauleitplanung zu erhalten. Ab dem Frühjahr 2018 könne das Bad neu gestaltet und im Mai des darauffolgenden Jahres wieder eröffnet werden. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme liegen bei rund 4,8 Millionen Euro.

Auf den Grundsatzbeschluss, das Bad neu zu gestalten, war in vielen Sitzungen hingearbeitet worden. Im Oktober 2014 hatte der Kreistag einstimmig beschlossen, die Planungen für die Neugestaltung des Warmfreibads in Greifenberg auf der Grundlage einer städtebaulichen Studie des Planungsverbandes Äußerer Wirtschaftsraum München fortzuführen. Deren wichtigste Inhalte für das Gelände waren: ein Hotel mit Tiefgarage im Hang, ein Hallenbad mit Sauna, ein Restaurant, die Becken auf einer Ebene unterhalb einer Liegewiese im Hang sowie Einfahrt und Parkplätze auf der Südseite des Areals.

Erster Schritt für die Neugestaltung des Bades war die Anpassung des Flächennutzungsplans. Bislang erstreckte sich das Badgelände auf das Gemeindegebiet von Greifenberg und Eching. Wie berichtet, vereinbarten die beiden Gemeinden eine Änderung der Gemeindegrenzen, die seit über einem Jahr gilt. Weil nun das Badgelände komplett auf Greifenberger Gebiet liegt, kann die Gemeinde die Verfahren für die Bauleitplanung alleine durchführen. Laut Flächennutzungsplan ist das Areal mittlerweile als „Sondergebiet Erholung, Freizeit, Hotel und Gastronomie“ deklariert. Wohnbebauung ist dort keine möglich.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Jetzt hat das Landratsamt die Initiative ergriffen. Pressesprecher Wolfgang Müller nennt die Vorgehensweise. Derzeit laufe die Ausschreibung für einen Architektenwettbewerb. „Wir wollen der Gemeinde ein Konzept vorlegen, auf deren Grundlage sie die Bauleitplanung durchführen kann“, sagt er. Der Investor komme erst ins Spiel, wenn die Planung steht. In den Ausschreibungsunterlagen finden sich Aufträge für die Gebäude und die Freianlagen. Das bestehende, stark sanierungsbedürftige Warmfreibad soll abgebrochen und etwas versetzt auf dem selben Grundstück neu errichtet werden. Im Text ist weiter zu lesen: „Die Vorplanung dient als Grundlage für die Aufstellung eines Bebauungsplanes für dieses Grundstück. Nach der Fertigstellung der Vorplanung soll ein Teil der überschüssigen Fläche mit veränderter Nutzung abverkauft werden.“

Seit Dezember 2011 beschäftigen sich die Kreisgremien mit der Zukunft des Warmfreibads in Greifenberg. Damals beschloss der Kreisausschuss, ein 33 Meter langes Becken stillzulegen und stattdessen einen Spielplatz zu errichten. Grund dafür war der marode Zustand des Beckens. Die geplante Stilllegung des Nichtschwimmerbeckens stieß aber auf Kritik bei Nutzern und Kommunalpolitikern. Ende Dezember 2011 gründete sich ein Förderverein, der sich den Erhalt der Bäder im Landkreis auf die Fahnen geschrieben hat. Im gleichen Jahr machte der benachbarte Fitness-Unternehmer seine Hotel-Pläne auf dem Gelände öffentlich.

Für die Zukunft des Bades gab es Anfang September 2012 eine weitere Alternative, die untersucht werden sollte: ein Naturbad mit Kosten von rund 1,5 Millionen Euro. Die Alternative Naturbad wurde im Oktober 2013 verworfen. Laut einer Machbarkeitsstudie ist der Baugrund nicht dafür geeignet.

Bei einem Infoabend der Aktiven Gemeinde Greifenberg Mitte Februar 2014 stellte Reinhard Klinke vom Fitnessstudio Hardys seine Pläne vor – ein Hotel am Hang und ein Hallenbad an der Straße. Im gleichen Jahr erteilte der Kreisausschuss dem damaligen Landrat Walter Eichner den Auftrag, den Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München mit der Ausarbeitung einer städtebaulichen Studie zu beauftragen. Die Studie, auf deren Grundlage jetzt die Planungen erfolgen sollen, war Ende Juli 2014 dem Kreistag vorgestellt worden.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren