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Landsberg

17.12.2012

Die nächsten Soldatenverlassen den Standort

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Generalmajor Günter May (links) holte die Regimentsfahne des Waffensystemunterstützungszentrums ein und stellte es gleichzeitig zum 31. Dezember außer Dienst.
Bild: Foto: Thorsten Jordan

Das Waffensystemunterstützungszentrum ist Geschichte. Untertageanlage in der Welfenkaserne bleibt Gedenkstätte

Bislang ist Oberst Klaus Schuster als Standortältester und Kommandeur des Waffensystemunterstützungszentrums (WUZ) in der Welfenkaserne bekannt. Seit heute hat er nach der Auflösung des WUZ formell keine Einheit mehr. Dafür wurde er laut Generalmajor Günter May zum „Libero für anspruchsvolle Aufgaben“.

Für den öffnenden Pass aus der Defensive heraus blieb ihm bislang aber noch keine Gelegenheit. Bis zum gestrigen Tag jedenfalls wusste Schuster noch nichts zu seiner künftigen Verwendung zu sagen. Fest steht für ihn lediglich, dass er Ende August in den Ruhestand treten wird.

Realität ist aber auch das Ende des WUZ und auch das der Stäbe des Instandhaltungsregiments 1 in Erding und 2 in Diepholz (Niedersachsen). Gleichzeitig wurden die drei Kommandeure, Oberst Klaus Schuster (WUZ), Oberst Michael Rehtmann (Erding) und Oberstleutnant Stephan Knobloch (Diepholz) im Rahmen eines Abschiedsappells vom Kommando entbunden.

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Aus Drei mach künftig Zwei: Anders als Schuster haben Rethmann und Knobloch neue Aufgaben bekommen. Sie führen vorübergehend die beiden neuen Waffensystemunterstützungszentren 1 (Zwischenstationierung in Erding, später Manching) und 2 (vorübergehend Diepholz, dann Schönewalde/Holzdorf), die aus den drei aufgelösten Einheiten noch am gestrigen Tag gebildet wurden.

Der Kommandeur Waffensystemkommando, Generalmajor Günter May, vollzog diese Schritte eigenem Bekunden nach mit „Wehmut und Zuversicht“. Wehmut, weil es Abschied zu nehmen gelte von Bewährtem und Vertrautem sowie von Menschen, die in den Stäben stets zu seiner Zufriedenheit ihre Aufgaben erfüllt hätten. Zuversicht, weil er als Kommandeur überzeugt sei, dass diese Neuausrichtung mit zwei Regimentsstäben der richtige Schritt gewesen sei. General May: „Wenn wir ehrlich sind, waren wir mit der alten Bundeswehr selbst nicht mehr zufrieden.“

Mit Blick auf die Vertreter der Standortgemeinde, Mandatsträger und Öffentlichkeit, bedankte er sich für die nun zurückliegenden Jahrzehnte der Integration der Soldaten im Alltag. Für Landsberg bedeute der Abschied des WUZ allerdings nicht das Ende der Bundeswehr am Standort. Er freue sich, dass durch die Aufgaben des Systemzentrums Avionik im Bunker der Welfenkaserne der Untertageanlage ihre wichtige Funktion als Gedenkstätte für die Opfer des nationalsozialisten Regimes gesichert werden kann. Generalmajor May sieht für die zu leistende Gedenkarbeit dort eine „wirkliche Perspektive“, was ihm sehr am Herzen liege.

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