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Dießen

30.11.2019

Dießen: Ferdinand von Liel kümmert sich um die Asylbewerber

Der neue Integrationsbeauftragte in Dießen: Ferdinand von Liel.
Bild: Uschi Nagl

Plus Ferdinand von Liel ist der neue Asylintegrationsbeauftrage in Dießen. Die ersten Kontakte mit Flüchtlingen hatte er im SOS-Kinderdorf.

Ferdinand von Liel ist der neue AWO-Asylintegrationsberater. Seit Mitte Oktober trifft man den 26-Jährigen bereits täglich in den Räumlichkeiten an der Johannisstraße 17. Voraussichtlich bis zunächst August 2021 wird er vor Ort ein wichtiger Ansprechpartner vor allem für geflüchtete Menschen sein. Damit tritt er die Nachfolge der Sozialpädagogin Eva Aviles an, die zukünftig in München lebt und arbeitet. Am Montag stellte sich von Liel dem Dießener Marktgemeinderat persönlich vor.

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Im Hochseilgarten ist er ein wichtiger Faktor

Ferdinand von Liel ist in Riederau als jüngster von vier Brüdern aufgewachsen. Er engagierte sich schon früh bei der Freiwilligen Feuerwehr und bei den Maltesern. Außerdem ist er im Uttinger Hochseilgarten als Sicherheitstrainer tätig.

Von Liel hat am Management Center Innsbruck ein dreijähriges Bachelorstudium für Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmanagement absolviert und auch im praktischen Umgang mit Geflüchteten konnte er vorab bereits Erfahrungen sammeln. Schon vor Studienbeginn absolvierte er ein eineinhalbmonatiges Praktikum in einer Wohngruppe des SOS-Kinderdorfs in Landsberg. „Dort gehörte es zu meinen Aufgaben, unbegleitete junge Flüchtlinge in die Schule zu begleiten und sie beim Lernen, in ihrer Freizeit und in Sachen Wertevermittlung zu unterstützen“, berichtete der selbstbewusste junge Mann im Sitzungssaal des Rathauses.

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Seine Mutter engagiert sich schon seit Jahren in der Flüchtlingsarbeit

Während seines Studiums habe er im Rahmen eines dreimonatigen Berufspraktikums ein weiteres Mal Gelegenheit gehabt, in der mittlerweile aufgelösten SOS-Wohngruppe für minderjährige Flüchtlinge im ehemaligen Gasthof Drei Rosen in Dießen mitzuarbeiten. Und auch familiär ist der junge Sozialarbeiter geprägt. Seine Mutter, Gemeinderätin Beatrice von Liel, engagiert sich seit Jahren ehrenamtlich in der Flüchtlingsbetreuung.

Mit 40 Geflüchteten hat er bereits Kontakt

Sehr hilfreich, so Ferdinand von Liel, sei auch die zweiwöchige Einarbeitungsphase gemeinsam mit Eva Aviles gewesen. Nun fühle er sich gut gerüstet für die Betreuung der rund 70 Flüchtlinge, die derzeit in Dießen leben. Mit circa 40 Geflüchteten und ihren Familien hatte er bereits Kontakt.

Montags und mittwochs bietet von Liel eine Sprechstunde an, aber es sei ihm ein Anliegen, während der Öffnungszeiten von 9 bis 15 Uhr nach Möglichkeit auch spontan zur Verfügung zu stehen.

Er koordiniert den Kurs „Frauen stark im Beruf“

Von Liel hilft den Geflüchteten und deren ehrenamtlichen Begleitern bei allen Fragen rund um das Thema Wohnungssuche, Mietverträge und Wohnen. Auch beim Erstellen von Bewerbungsschreiben, bei der Vermittlung von Arbeit, und bei der Durchsicht von Arbeitsverträgen ist er behilflich. In Kooperation mit dem AWO-Mehrgenerationenhaus in Landsberg koordiniert er außerdem den Kurs „Frauen stark im Beruf“ und hilft bei der Kommunikation mit dem Jobcenter, mit Ausländerbehörden, Standesämtern oder Familienkassen.

Ein besonderes Anliegen sei ihm auch das „Elterncafé“, so von Liel, dass jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat von 16 Uhr bis 17.30 Uhr in den Räumlichkeiten der Asylberatungsstelle für einheimische und ausländische Gäste stattfindet. Er kümmert sich um die Organisation, während ehrenamtliche Mitarbeiterinnen die Kleinen betreuen, sodass Groß und Klein beim Kaffeetrinken, Malen, Basteln und Ratschen Spaß haben und neue Freunde kennenlernen können.

Die Bürokratie wird abnehmen

In den Geflüchteten, insbesondere in den Kindern mit Migrationshintergrund, sehe er ein großes Potenzial und seine vielseitige Arbeit mache ihm viel Freude, betonte von Liel. Für die Zukunft gehe er davon aus, dass seine bürokratischen Aufgaben eher zurückgehen werden, sodass er sich über weitere Angebote für Flüchtlinge und deren ehrenamtliche Helfer Gedanken machen könne.

Dem Gemeinderat wird der neue Integrationsberater alle drei Monate von seiner Arbeit berichten und deren Fragen beantworten. Sein Anliegen sei es, den Menschen, die zu ihm kommen „die Angst zu nehmen und ihnen Mut zu machen, auf eigenen Beinen zu stehen.“

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