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Dießen

05.01.2019

Dießen: Große Schilder weisen nun den Weg zu den Parkplätzen

Seit einigen Wochen stehen die neuen Wegweiser zu den öffentlichen Parkplätzen in Dießen. Zuvor hatte es Klagen gegeben, dass für Ortsunkundige auf Parkmöglichkeiten zu schlecht bis gar nicht hingewiesen werde.
Bild: Thorsten Jordan

Nach langer Wartezeit ist das neue Parkleitsystem in Dießen nun in Betrieb. Es wurde auch schon richtig kurios wegen eines Wegweisers.

Eigentlich sind sie nicht zu übersehen, die neuen Verkehrsschilder, die den Ortsunkundigen auf einen Blick den richtigen Weg zu den großen öffentlichen Parkflächen weisen: „See Nord“, „See Süd“ und „Münster“ steht dort zu lesen. Und dennoch, so mancher hat die neuen, farbig und großzügiger gestalteten Wegweiser in Dießen noch gar nicht so richtig bemerkt. Andere wiederum machten bereits unliebsame Erfahrungen mit diesem neuen Leitsystem. So wurde ein solcher Wegweiser zuerst ungünstig unmittelbar vor einer privaten Tiefgarage aufgestellt, dass der Eindruck entstand, dorthinein abbiegen zu dürfen. Einige Autofahrer folgten dem Hinweis und standen natürlich vor einem verschlossenen Tor. Dieser Lapsus war leicht zu beheben.

Was viele Dießener weitaus mehr ärgerte, waren die Verzögerungen bei der Anschaffung der zum Teil sehr großflächigen Parkplatz- und Verkehrsführungshinweise. Denn ursprünglich war geplant gewesen, das neue Leitsystem bereits zum Beginn des im Mai stattfindenden Töpfermarktes einzuführen, spätestens aber zur Einführung der temporären Fußgängerzone Ende Mai 2018. Doch zunächst musste der Gemeinderat noch einmal zusammenkommen, denn vor allem die an den Ortseingängen geplanten großen Vorwegweiser waren überdimensioniert, was weder Straßenbauamt noch Polizei guthießen. Der Wunsch war eine Breite von bis zu 2,50 Metern gewesen, genehmigen wollte man seitens der Behörden aber maximal eine Breite von 1,50 Metern. Daher musste auch die Planung vom Münchener Büro „Stadt- Land-Verkehr“ noch einmal überarbeitet werden, geplante Piktogramme (Symbole) bis auf das für das Münster oder etwa das für den Park + Ride-Platz am Bahnhof aus erwähnten Platzgründen auf einigen Wegweisern weggelassen werden.

Noch gibt es kein Feedback von den Bürgern

Inzwischen war es November geworden, die Fundamente für die Schilder vorbereitet und immer noch ließ das Leitsystem auf sich warten. Geschäftsstellenleiter Karl Heinz Springer bedauerte das gleich mehrfach, sah sich aber machtlos. „Die Absprachen mit Fachbehörden dauerten einfach sehr, sehr lange.“

Auch Bürgermeister Herbert Kirsch gibt zu, „das war nicht optimal“, doch verweist er auf die Notwendigkeit der gründlichen Prüfung. Nun hat Dießen kurz vor Jahresende dann doch noch sein neues Parkleitsystem bekommen. Rückmeldungen aus der Bevölkerung hat Kirsch bislang noch keine erhalten. Ob sich der erhoffte verkehrsentlastende Effekt für den Kernbereich der Gemeinde einstellt, das wird dann wohl spätestens der kommende Sommer mit den steigenden Touristenströmen und seinen zahlreichen Veranstaltungen zeigen.

Bald sollen die Ergebnisse der Fragebogenaktion vorliegen

Große Resonanz aus der Bevölkerung gab es dagegen bei der Fragebogenaktion zur Ermittlung der Verkehrsströme und des Verhaltens der Dießener Bürger im Verkehr. Für Kirsch eine „eminent wichtige Aktion.“

Über 1000 Fragebögen seien ausgefüllt und an die Verwaltung zurückgeschickt beziehungsweise zurückgebracht worden – und das, obwohl es bei der Verteilung der Fragebögen ebenfalls Probleme gegeben hatte. „Das allein schon zeigt uns, wie wichtig das Thema Verkehr für die Dießener ist.“ Die Fragebögen befinden sich derzeit im Planungsbüro in München zur Auswertung. Mit einem Ergebnis rechnet Kirsch im ersten Quartal des Jahres, wobei er die Prämisse „Sorgfalt vor Schnelligkeit“ ausgegeben hat: „Dieses ehrgeizige Projekt ist mir sehr wichtig.“ In den Fragebögen hatten Bürger an einem Stichtag minutiös ihre Fahr- beziehungsweise Mobilitätsgewohnheiten darlegen sollen, welche Wege sie mit welchem Verkehrsmittel zurücklegen. Dabei sollten auch neuralgische Problemzonen festgehalten werden. Das Ziel für die Verwaltung: „Wir hoffen so, Schwerpunkte identifizieren zu können, die unsere Bürger beschäftigen.“

Auch um das Thema Fußgängerzone geht es

Und Kirsch verspricht jetzt schon, dass es sich bei der Bürgerbefragung nicht um eine bloße Alibi-Aktion handle: „Wir werden anschließend auch konkrete Antworten auf die Ergebnisse geben.“ Das zweite Ziel hängt mit der Zusatzfrage zur versuchsweisen Einführung einer Fußgängerzone in der Mühlstraße und dem Untermüllerplatz zusammen. Kirsch: „Durch die Antworten erhoffen wir uns eine Befriedung in der Diskussion und vielleicht eine erkennbare Mehrheitshaltung zum Thema.“

Der Kommentar zum Artikel: Verkehr: Es muss mehr passieren

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