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Dießen

01.05.2019

Dießener Bürger: Sandra Perzul ist Bürgermeisterkandidatin

Sandra Perzul (rechts) möchte im kommenden Jahr als Nachfolgerin von Bürgermeister Herbert Kirsch (links) ins Rathaus einziehen.
Bild: Uschi Nagl

Die 39-Jährige setzt auf Offenheit und Transparenz. Sie setzt auch neue Angebote für die Jugend und die Senioren und ist eng mit Dießen verbunden.

„Ich möchte, dass sich alle Leute in Dießen so wohl fühlen wie meine Familie und ich“. Das ist Sandra Perzuls Statement bei der Nominierungsversammlung der Dießener Bürger im Gasthof Unterbräu. 27 der 28 Wahlberechtigten (bei einer Enthaltung) sprachen sich für die Verwaltungswirtin aus. Sie war von Antoinette Bagusat, der Sprecherin des Vorstands der Wählervereinigung, für das Amt der Bürgermeisterin vorgeschlagen worden.

Ihr Vater war bei der Wasserschutzpolizei

Sandra Perzul ist mit Dießen eng verbunden. Sie ist hier geboren und aufgewachsen, ihr Vater war als Polizist viele Jahre für die Wasserschutzpolizei auf dem Ammersee unterwegs, ihre Mutter arbeitete bis zur Pensionierung als Sekretärin in der Mädchenrealschule. Tochter Sandra wurde 1980 geboren, machte 19 Jahre später das Abitur am Rhabanus-Maurus Gymnasium in St. Ottilien. „Gleich nach dem Abitur bin ich bei der Arbeitsagentur zu einem Beratungsgespräch gelandet“, erinnert sich die 39-Jährige. Dort habe sie den Wunsch geäußert, Lehramt Latein und Griechisch, Psychologie oder Journalismus zu studieren. Der Berater habe ihr den Tipp gegeben, dass sich viele interessante Aspekte aus diesen Berufen in einer Tätigkeit als Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit vereinen lassen. Und so fand sich die Abiturientin als Studentin der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Mannheim wieder.

Sie arbeitet auch im journalistischen Bereich

Zwei Jahre später startete Sandra Perzul als junge Beamtin mit dem Diplom in der Tasche bei der Arbeitsagentur in Weilheim durch: Erst als Arbeitsvermittlerin, dann als Berufsberaterin für Jugendliche, bald als Teamleiterin mit 20 Mitarbeitern und seit 2011 kümmert sie sich als Leiterin der Pressestelle um Marketing, Netzwerkkoordination, Arbeitsmarktberichterstattung, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement der Arbeitsagentur in den Landkreisen Landsberg, Weilheim-Schongau, Fürstenfeldbruck, Starnberg und Garmisch-Partenkirchen.

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Das Ehrenamt ist ihr wichtig

Ihre journalistischen Sporen verdiente sie sich als freie Mitarbeiterin beim „Ammersee Kurier“, für den sie bis heute gelegentlich schreibt. Sehr wichtig ist ihr auch ihr Ehrenamt: Seit zehn Jahren ist Sandra Perzul im Vorstand des Katholischen Frauenbundes in Dießen tätig. „Man sollte früh lernen, sich sozial und ehrenamtlich zu engagieren“, meint Perzul. Und sie freut sich, dass ihr achtjähriger Sohn Lukas den Zugang zum Vereinsleben als Nachwuchskicker des MTV bereits gefunden hat. Perzuls Mann ist dort als Jugendtrainer tätig. „Durch unsere Vereine können wir auch unsere Neubürger ins Boot holen“, meint sie. Denn Traditionen sind ihr ebenso wichtig wie neue Impulse von außen.

Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz, darauf komme es an, sagt Perzul. „Und eine gute Bürgermeisterin muss mit ihren Bürgern Kontakt haben wollen. Es sollte ihr Spaß machen, zum 90. Geburtstag zu gehen oder zu Feuerwehrfesten.“ Dass sie diese Nähe mag, weiß sie nicht zuletzt aus ihrer langjährigen Nebentätigkeit als Lokalreporterin. „Und natürlich sollte man den Ort kennen“.

Reger Austausch mit Jung und Alt

Ein fertiges Wahlprogramm habe sie noch nicht, räumt sie ein, aber Themen, die ihr wichtig sind. Sie wünscht sich einen regen Austausch mit Jung und Alt. Mehr Angebote für die Jugend, zum Beispiel in den Ferien oder zum Ausgehen und gemeinsam mit dem Seniorenbeirat würde sie gerne an einer barrierefreien Gemeinde arbeiten. „Die neuen Sozialwohnungen finde ich gut“, sagt sie. Die Entwicklung des ÖPNV liegt ihr am Herzen und nicht zuletzt möchte sie ihr berufliches Knowhow im lebendigen Austausch mit dem örtlichen Gewerbe einbringen, um Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort zu schaffen und zu erhalten. Das Wort „Wahlkampf“ mag sie nicht so gern, erklärt sie im Gespräch mit der Presse. Sie sehe ihre Kandidatur mehr als Angebot. Für Dießen wünsche sie sich einfach den besten oder die beste Bürgermeisterin.

Glückwünsche für die Bürgermeisterkandidatin gab es auch von Franz Kubat, der die Diessener Bürger vor 30 Jahren mit sechs Gründungsmitgliedern in einem Nebenzimmer im Gasthaus Unterbräu ins Leben rief. Nicht zuletzt, um wenig später den amtierenden Bürgermeister und ehemaligen Standesbeamten Herbert Kirsch ins Amt zu bringen.

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