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13.12.2010

Dorferneuerung auf der Zielgeraden

Entwässerungsgräben und Biotopvernetzungen entstehen links und rechts des Hofstettener Weges. Im Hintergrund ist das Rückhaltebecken erkennbar, das die Wassermengen aufnehmen soll. Foto: Ulrike Reschke
Bild: Ulrike Reschke

Ummendorf, Pürgen Mit einer Maßnahme zum Wasserrückhalt und zur Biotopvernetzung am Hofstettener Weg bei Ummendorf schließt die Gesamtgemeinde Pürgen die Dorferneuerung ab. Die Schätzkosten liegen für das Becken und die Straßenbaumaßnahme bei 1,1 Millionen Euro. 328 000 Euro werden auf die Gemeinde entfallen. Im Haushalt wurden 340 000 Euro eingestellt.

Bürgermeister Klaus Flüß informierte am Dienstag den Gemeinderat darüber, dass der Bescheid über die Kostenteilung vorliege. Damit kann die Maßnahme nach rund zehnjähriger Planungszeit 2011 realisiert werden. "Da wird zur Eröffnung dann ein Bierzelt aufgestellt", frotzelte Gerhard Straus, und Helmuth Voit forderte scherzhaft einen kostenlosen Färbetermin für die Gemeinderäte, deren Haare im Lauf der Planung grau geworden seien. Bürgermeister Klaus Flüß betonte - ganz im Ernst - hingegen: "Ummendorfer Landwirte stellen Grundstücke bereit, damit Pürgen ganz enorm aufgewertet wird." In der Gesamtsumme enthalten ist der Ausbau des Hofstettener Weges bis Lengenfeld, die Wasserrückhaltemaßnahme und Landschaftspflege. Ausgebaut wird der Weg auf einer Breite von vier Metern - mit Gräben sind es neun Meter.

Er soll asphaltiert werden und lediglich für landwirtschaftliche Fahrzeuge und Fahrräder freigegeben werden. Der Kiesweg von der Schule Lengenfeld bis zur Zugspitzstraße in Pürgen wird als drei Meter breiter Radweg ausgebaut und ebenfalls asphaltiert. Teile der Maßnahme gelten als "Privatmaßnahme" der Gemeinde, wie Klaus Flüß sagte, und sind nicht zuschussfähig. Bei einem klärenden Gespräch im Amt für Ländliche Entwicklung habe man alles aus dem Weg räumen beziehungsweise Kompromisse eingehen können, so der Bürgermeister. In dem Kompromiss wurde der Rohrdurchmesser für die Entwässerung von 1,60 auf 1,20 Meter reduziert, das Rückhaltevolumen des Beckens beträgt nur noch 61 000 statt 78 000 Kubik. Eine neue Planung sei dennoch nicht erforderlich, sagte Flüß.

Von den Straßen fließt viel Wasser ab

Die Baumaßnahme ab der Ecke Pürgener Straße/Kampfgasse sieht zudem einen Begleitgraben vor, da von den beiden Straßen viel Wasser abfließt. Die Kosten hierfür teilt sich die Gemeinde jeweils zu 50 Prozent mit dem Landkreis, denn es handelt sich bei der Pürgener Straße um eine Kreisstraße. Im Zug der Straßenbaumaßnahme wird ein Rohr (Durchmesser: 40 Zentimeter) zum offenen Graben hin verlegt. Die offenen Wasserführungen mit erhöhtem Rinnstein bleiben erhalten. Vorgesehen sind zwei bis drei Kontrollschächte für Reinigungsarbeiten. Bis zur Januarsitzung soll das Planungsbüro eine Kostenschätzung erstellen. "Bei der Ausschreibung werden wir von der Summe noch runterkommen", meinte Flüß in der Sitzung. In dem Betrag sei zudem die Verlegung von Glasfaserkabeln für den Breitbandausbau bereits inklusive. Andere Ausgaben würden dennoch für diese Maßnahme zurückgestellt werden, so der Rathauschef. Er zeigte sich froh über die finanzielle Unterstützung aus München, ohne die das Projekt nicht durchführbar sei. "Wir bekommen eine wahnsinnig gute Infrastruktur, ohne dass wir viel Geld ausgeben", sagte Flüß. Bei den Zuschüssen handle es sich um EU-Mittel und Steuergelder, erinnerte Manfred Haschka. Helmut Murr sah auch die südlichen Nachbargemeinden beim Hochwasserschutz in der Pflicht: "Im Süden muss auch was gemacht werden." (res)

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