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Landsberg

01.10.2020

Drei Jahre Bundestag: Michael Kießling aus Landsberg zieht Bilanz

Fußball ist eine große Leidenschaft von Michael Kießling. Der CSU-Bundestagsabgeordnete kickt in Berlin für den FC Bundestag und im Landkreis für den SV Lengenfeld.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Seit fast drei Jahren sitzt Michael Kießling im Deutschen Bundestag. Der CSU-Politiker aus Landsberg will wieder antreten. Am Donnerstag hat er einen medienwirksamen Termin in Berlin.

Wenn am Donnerstag in Berlin Verkehrsminister Andreas Scheuer ( CSU) vor dem Untersuchungsausschuss zur Pkw-Maut als Zeuge aussagen wird, dann sitzt Michael Kießling quasi in der ersten Reihe. Der CSU-Bundestagsabgeordnete aus Landsberg ist Mitglied des Ausschusses. Das große Medienaufgebot, das erwartet wird, ist für ihn nichts Neues. Seit fast drei Jahren ist der 47-Jährige Mitglied des Bundestags, bei der Wahl im nächsten Jahr möchte er wieder antreten. Im Gespräch mit unserer Zeitung zieht er Bilanz.

Michael Kießling bezeichnet sich gerne als politischen Quereinsteiger. Seine langjährige Arbeit in der freien Wirtschaft, unter anderem im Produktmanagement einer Firma für Softwareentwicklung für die Braubranche, sei eine gute Basis für die politische Arbeit in Berlin. Auch seine knapp dreieinhalb Jahre als Bürgermeister von Denklingen seien in der täglichen Arbeit hilfreich. Den Kontakt zur Basis im Wahlkreis Landsberg/Starnberg/ Germering pflege er intensiv, um die Bodenhaftung nicht zu verlieren.

Bisher hat er 20 Reden im Bundestag gehalten

Zwischen Landsberg, dort hat er in der Ludwigstraße sein Abgeordnetenbüro, und Berlin ist Michael Kießling mit dem Zug oder dem Flugzeug unterwegs. Die 22 Sitzungswochen im Bundestag seien mit Terminen vollgepackt: Sitzungen, Ausschüsse (für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen sowie Pkw-Maut), Arbeitskreise, Fraktionstreffen und Büroarbeit. Bisher hat der 47-Jährige 20 Reden im Bundestag gehalten. In Erinnerung ist ihm seine zweite zum Thema Familie geblieben. Seine Vorrednerin von der Linken sei deutlich kleiner als er gewesen, weshalb er das Mikrofon habe höher stellen müssen. Dabei sagte Kießling: „Meine Damen und Herren, ich muss erst mal das Niveau heben.“

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Weil ihm die Arbeit in Berlin Spaß macht, kann sich Michael Kießling vorstellen, ab Herbst 2021 weitere vier Jahre im Bundestag zu arbeiten. „Ich stelle mich gerne zur Verfügung“, sagt er. Konkurrenz innerhalb der CSU hat er wohl nicht zu befürchten. Ab Oktober werde er aber verstärkt die Basis in den Orts- und Kreisverbänden seines Wahlkreises besuchen und auch für seine Person werben. Wichtig seien ihm diese Besuche aber auch, um lokale Themen und Anregungen mit nach Berlin zu nehmen.

Michael Kießling hat auch ein Büro in der Landsberger Altstadt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Regelmäßige Anfragen aus dem Wahlkreis kommen zum barrierefreien Bahnhof in Kaufering. „Da muss man penetrant sein“, sagt Kießling in Bezug auf die Gespräche mit der Deutschen Bahn. Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Alex Dorow (CSU) und Kauferings Bürgermeister Thomas Salzberger (SPD) habe er erreichen können, dass 2023 mit den Arbeiten begonnen werde. „Die Bahn wird immer wichtiger im Landkreis, vor allem im Hinblick auf den MVV-Beitritt.“

Eine Förderzusage hat Kießling besonders gefreut

Gefreut hat sich der 47-Jährige, dass er bei der Förderzusage für Apfeldorf, Fuchstal und Unterdießen für das Projekt Smart Cities habe mitwirken können. Über sechs Millionen Euro konnten für die Entwicklung einer digitalen Plattform bereitgestellt werden. Die Themen, mit denen sich der Bundestagsabgeordnete beschäftigt, sind vielfältig: Mieten, Digitalisierung, Verkehr, Infrastruktur, Landwirtschaft und Migration bis hin zur Zukunft des Fliegerhorsts Penzing.

In seiner Freizeit nimmt sich Michael Kießling viel Zeit für seine Leidenschaft Fußball. In Berlin schnürt er regelmäßig unter der Woche für den FC Bundestag die Fußballschuhe, im Landkreis stand er zuletzt für den A-Klassisten SV Lengenfeld auf dem Platz.

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