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29.07.2010

Drei Lehrer verlassen die Schule

Andreas Lotter, Gertrud Dallmayr und Peter Kölbl (von links) sind an der Dießener Carl-Orff-Volksschule in den Ruhestand verabschiedet worden. Foto: Miriam Anton
Bild: Miriam Anton

Dießen Während die Schüler der Carl-Orff-Volksschule sich auf die sechswöchige Sommerpause freuen, endet für drei ihrer Lehrer der Unterricht für immer: Gertrud Dallmayr, Peter Kölbl und Andreas Lotter treten ihren Ruhestand an. Am Mittwoch wurden sie von Rektor Michael Bauer, Kollegen, Eltern und Bürgermeister Herbert Kirsch verabschiedet. Dazu spielten die Schüler-Bläsergruppe und das Lehrerorchester, auch selbst getextete Lieder gehörten zum Abschiedsprogramm. "Ich werde das Kollegium vermissen", sagte Andreas Lotter, "aber am allermeisten werden mir die Kinder fehlen." Die Kinder, deren "unerwartete Fragen" er mit Kreativität habe beantworten dürfen. Die letzten beiden Jahre seien aber nicht immer einfach gewesen, da habe er schon die eine oder andere "gelbe Karte" zeigen müssen.

VON MIRIAM ANTON

Doch Lotter, der 1982 nach Dießen kam, schaffte es, so Rektor Bauer, "eine entspannte und geborgene Atmosphäre in den Klassenräumen zu schaffen." Dafür sei er von den Schülern "geliebt und verehrt" worden. Zudem engagierte sich der Traktor-Fan für die Sicherheit an der Schule, als Verantwortlicher für die Fahrradausbildung und die Schulweghelfer. Dank und Lob gab es auch für Peter Kölbl, der die Schülerbläsergruppe ins Leben rief und schon 1975 seinen Dienst an der Carl-Orff-Volksschule antrat, als einer der wenigen Männer. Durch die hohe Frauenquote durfte er immer mit auf die Klassenfahrten, was ihm gut gefiel: "Jetzt kenne ich mich in Venedig besser aus als in Weilheim", sagte der Sport- und Musiklehrer schmunzelnd.

46 Schüler waren früher weniger anstrengend als 23 heute

Drei Lehrer verlassen die Schule

Auch Gertrud Dallmayr, seit 1981 in Dießen, hat Humor gezeigt im Schulalltag. "Aber es hat ihr auch nie an der nötigen Konsequenz gefehlt", lobte Bauer. Dallmayr begann ihre Arbeit in einem Dorf in Mittelfranken. Dort musste sie als junge Lehrerin viele Kilometer mit dem Auto zurücklegen, da sie unterschiedliche Fächer an verschiedenen Orten lehrte. Die 46 Schüler, die sie damals in der ersten Klasse unterrichtete, seien allerdings weniger aufreibend gewesen als 23 Erstklässler von heute. "Das liegt an der Erwartungshaltung, die heute sehr hoch ist", erklärte Dallmayr gegenüber dem LT. Eltern wollten schon früh die Weichen für das Gymnasium stellen, auch der neue Lehrplan fordere den Kindern sehr viel ab.

Von den Strapazen als Lehrer können sich Dallmayr und ihre Kollegen nun erholen. Doch Kölbl wird auch nach den Ferien an seine Schule zurückkehren: zum Posaunespielen im Lehrerorchester.

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