1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Drohungen gegen Politiker: Ein Nein zu Hasstiraden

Drohungen gegen Politiker: Ein Nein zu Hasstiraden

Drohungen gegen Politiker: Ein Nein zu Hasstiraden
Kommentar Von Stephanie Millonig
10.11.2019

Wird der politische Gegner mit süffisanter Kritik und ätzender Treffsicherheit so richtig bloßgestellt – Hand aufs Herz, wer hat das nicht schon selbst genossen. Was macht aber Sprache, was machen die entsprechenden Bilder mit uns und wann wird es gefährlich?

Sie werden dann gefährlich, wenn Spott und Häme dazu führen, dass dem Gegenüber das Menschsein abgesprochen wird. Wer solch eine Sprache führt, legt den Keim für Taten. Von der Entmenschlichung bis zum Ausmerzen ist es dann ein Schritt, der bei Regierungspräsident Lübcke gegangen wurde. Und die Zunahme der Hasskommentare im Netz lässt befürchten, dass das nicht die letzte Gewalttat gegen Politiker war.

Was heißt das für uns viele, die wir keine Hasskommentare posten? Trotzdem aufmerksam zu sein auch bei der eigenen Sprache und entschieden gegen abwertende Sprache anderer einzuschreiten. Und wir sollten die bestärken, die sich trotz Anfeindung weiter im öffentlichen Leben engagieren. Denn die Möglichkeit, im öffentlichen Diskurs unterschiedliche Meinungen diskutieren zu können, ohne Gewalt befürchten zu müssen, ist Basis der Demokratie.

Lesen Sie auch den Artikel zum Kommentar:Wie sehr leiden Politiker unter Beleidigungen und Drohungen?

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren