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Reichling

13.07.2017

Durch und durch Trachtler

Das einzige Ehrenmitglied des Trachtenverein „D'Wurzbergler Reichling“ ist Benedikt Schmid aus Ludenhausen. 
Bild: Gisela Klöck

Benedikt Schmid ist das einzige Ehrenmitglied des Vereins „D’Wurzbergler“. Am Wochenende wird in Reichling groß gefeiert.

In Reichling wird am Wochenende groß gefeiert: das 94. Lechgau-Trachtenfest steht vor der Tür. Einer, der mit dem Trachtenleben in der Gemeinde fest verwurzelt ist, ist Benedikt Schmid aus Ludenhausen. Er ist das einzige Ehrenmitglied des Trachtenvereins „D’Wurzbergler Reichling“. Der g’standene Trachtler ist seit 1981 Mitglied und wurde schon für den Festausschuss zum 63. Gautrachtenfest im Jahr 1985 eingespannt. Insgesamt ist „der Beni“ nun schon 32 Jahre lang im Vorstand tätig.

1994 wurden bei der Vorstandswahl Konrad Sepp als erster und Benedikt als zweiter Vorsitzender gewählt. Gemeinsam führten sie den 1949 von 41 Reichlinger Bürgern gegründeten Gebirgs-Trachten-Erhaltungs-Verein „D‘Wurzbergler Reichling“ weiter. Bereits 1953 wurde der noch junge Verein Pate beim Nachbarverein „Fuchsbergler Stoffen“. 1964 wurde das erste Gaufest ausgerichtet.

1994 kam dann die neue Ära. Sepp und Schmid begeisterten die Jugend und sorgten so für einigen Nachwuchs bei den Trachtlern. Das Platteln wurde wieder mehr gefördert. Benedikt Schmid war früher bei Volkstänzen aktiv, arbeite viel im Hintergrund und unterstützte Konrad Sepp. Ein schrecklicher Arbeitsunfall, bei dem Konrad Sepp ums Leben kam, war für die Familie und den Verein ein großer Schock. Sohn Martin Sepp, damals erst 25 Jahre alt, trat in die Fußstapfen seines Vaters und wurde an die Vereinsspitze gewählt. Tatkräftig unterstützte Beni Schmid auch ihn.

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 So konnte 1999 mit dem 50. Gründungsfest wieder ein Gautrachtenfest in Reichling veranstaltet werden. Ab 2005 führte Benedikt Schmid sieben Jahre lang den Verein, Martin Sepp wurde zweiter Vorsitzender – und ist dies auch noch bis heute. 2012 hörte Benedikt Schmid aus gesundheitlichen Gründen als Vorsitzender auf. Er machte den Platz frei für Markus Förg, der mit viel Schwung, neuen Ideen und einer tatkräftigen Vorstandsriege das nun 94. Gautrachtenfest ausrichtet.

 Beni Schmid wurde vom Gauvorstand im selben Jahr das silberne Gauehrenzeichen von Gauvorstand Florian Echtler verliehen. Und der Reichlinger Trachtenverein ernannte ihn zum Ehrenmitglied. Schmid blieb dem Verein weiterhin als Beisitzer treu verbunden.

Außerdem erhielt er 2014 das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten. „Ich hab’ mir die Mühe gemacht, zu diesem Anlass mal meine ehrenamtlichen Jahre zusammenzuzählen, und komme dabei auf über 200 Jahre“, erzählt Schmid schmunzelnd. Denn neben seiner Trachtenleidenschaft liege ihm die ganze Gemeinde sehr am Herzen. Seit 15 Jahren ist er Gemeinderat und seit 2014 Zweiter Bürgermeister. Bei der Jagdgenossenschaft ist er seit 28 Jahren Kassenwart, 18 Jahre Kassenwart beim Veteranenverein Ludenhausen. Er war bis zur Auflösung des Notschlachtvereins im Jahr 1996 18 Jahre lang Vorsitzender.

Dazu kamen 30 Jahre lang als Ortsobmann beim Bayerischen Bauernverband, 30 Jahre Fähnrich bei der Feuerwehr Ludenhausen und 15 Jahre Zeugwart, 32 Jahre im Vorstand der Molkereigenossenschaft Ludenhausen (davon 18 Jahre Vorsitzender und 14 Jahre Aufsichtsratsmitglied). Der pensionierte Landwirt ist seit 1998 Milchmesser beim Landeskontrollverband.

Eine besondere Freude ist es für Beni Schmid, der heuer noch seinen 70. Geburtstag feiern wird, dass sein Sohn Florian Vorplattler ist. Seit 2002 ist dieser im Vorstand der Wurzbergler aktiv. 2015 ereilten Beni Schmid und seine zwei Söhne ein schwerer Schicksalsschlag, als seine Frau Antonie verstarb.

Der Verein zählt derzeit 160 Mitglieder. Er ist mit seiner gelebten Tradition fester Bestandteil der Gemeinde Reichling.

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