1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Egling: Beim Trinkwasser gibt es keine Hilfe aus Prittriching

Egling

09.07.2019

Egling: Beim Trinkwasser gibt es keine Hilfe aus Prittriching

Bei der Trinkwasserversorgung in der Gemeinde Egling gibt es etliche Baustellen: Eine betrifft den Hochbehälter, der saniert werden soll.
Bild: Thorsten Jordan (Archivfoto)

Eine Eglinger Anfrage wird im Nachbarort negativ beschieden. Die Begründung dafür stößt auf Unverständnis. Was sonst noch getan wird, um die Versorgung zu sichern.

Die Modernisierung und Sicherstellung der Eglinger Trinkwasserversorgung beschäftigen den Gemeinderat und Bürgermeister Ferdinand Holzer schon seit Jahren. Konkret geht es dabei um die Sanierung des Hochbehälters, die Sicherung des Brunnens zwei im Eglinger Oberholz sowie die Suche nach einem weiteren Trinkwasserbrunnen, einem künftigen Brunnen vier, im Heinrichshofer Holz.

Zudem soll mit der Adelburggruppe mit Sitz in Landmannsdorf ein Notverbund angestrebt werden. In der jüngsten Sitzung informierte Bürgermeister Holzer zum Sachstand der verschiedenen Baustellen. So hätten Laboruntersuchungen ergeben, dass die Wasser der Adelburggruppe und das Wasser aus dem Eglinger Brunnen zwei trotz unterschiedlicher Beschaffenheiten einem Notverbund nicht im Wege stehen würden. „Wir werden die konkreten Ergebnisse der Adelburggruppe vorstellen und weitere Schritte, hin zu einem Notverbund, besprechen“, so Holzer.

Politisch schwer zu rechtfertigen

In diesem Zusammenhang informierte Holzer das Ratsgremium, dass eine Anfrage bei der Nachbargemeinde Prittriching zur Herstellung eines Notverbundes nicht auf fruchtbaren Boden gefallen sei. Der Gemeinderat in Prittriching habe eine Notversorgung mit Egling abgelehnt, da aufgrund der Förderkapazität des eigenen Brunnens und in Anbetracht künftiger klimatischer Risiken, sprich längerer Trockenperioden, der eigenen Versorgungssicherheit der Vorrang eingeräumt werden müsse. Auf Unverständnis stieß beim Eglinger Bürgermeister Holzer der Hinweis im Ablehnungsschreiben des Prittrichinger Amtskollegen Peter Ditsch, dass „auch politisch eine Anbindung schwerlich zu rechtfertigen ist“.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Zur Sanierung des Trinkwasser-Hochbehälters teilte Holzer mit, dass die betonierte Substanz in einem guten Zustand sei. Trotzdem müsse in die Beschichtung sowie in eine neue technische Ausstattung investiert werden. Den Kostenrahmen bezifferte der Bürgermeister auf gut 360.000 Euro. Die Arbeiten sollen unter der Regie einer Augsburger Ingenieurgesellschaft durchgeführt werden.

Im Herbst wird gebohrt

Der Gemeinderat stimmte dem dazu vorliegenden Angebot der Planungsleistungen zur Sanierung des Hochbehälters mit einem Volumen von rund 30.000 Euro zu. Die im Herbst geplanten Bohrungen zur Erschließung des Brunnens vier im Heinrichshofer Holz wird eine Fachfirma aus Zusmarshausen durchführen. Die Kosten wurden mit rund 71.000 Euro beziffert. Wie Holzer informierte, seien fünf Bohrungen in einer Tiefe zwischen zwölf und 18 Metern geplant.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren