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07.03.2009

Ehemaliger Bürgermeister Klingl will noch einmal angreifen

Utting (sme) - Vor einem Jahr unterlag der damalige CSU-Bürgermeister Josef Klingl seinem Herausforderer Josef Lutzenberger von der Grünalternativen Liste. Der Ortsverband Utting-Finning nutzte jetzt die Ortshauptversammlung zu einer Bilanz. Dabei äußerte sich auch Ex-Bürgermeister Josef Klingl erstmals öffentlich. Er macht die Landespolitik für den Verlust des Amtes verantwortlich: "Hätten die Herren Beckstein und Huber ihre Arbeit gemacht, wären die entscheidenden vier bis fünf Prozent an mich gegangen."

Ohne das Amt gehe es ihm inzwischen richtig gut. Ein Widerhall der damaligen Auseinandersetzungen fand sich jedoch in Klingls Ausführungen wieder: Er frage sich, was aus den Uttinger Architekten geworden sei, die für die Ortsverschönerung eingetreten seien. Auch von der Agenda-Thematik und den geforderten Gewerbeflächen sei nach der Wahl nichts mehr zu hören gewesen. Klingl, der weiterhin die Rückendeckung des Ortsverbandes genießt, gab sich kämpferisch und verkündete: "In fünf Jahren greifen wir noch einmal gescheit an."

Der stellvertretende Bürgermeister Karl Sauter berichtete von der Arbeit der CSU-Gemeinderäte. Er sieht wesentlichen Themen der neuen Amtsperiode noch auf grundlegenden Beschlüsse aus der Ära Klingl basieren. Besonders stolz zeigte er sich über die Initiative der CSU zur Aufstellung eines Energienutzungsplans für die Ammerseegemeinde. Darin soll der Energiegesamtbedarf der Gemeinde beleuchtet werden.

Ortsverband für Geothermie, wenn als Heizenergie günstig

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Um dem Ziel eines energieautarken Dorfes näherzukommen und erneuerbare Energien zum Einsatz zu bringen, werden sich die Gemeinderäte demnächst von Experten in Fachvorträgen über den neuesten Stand der Dinge informieren lassen. Der Ortsverband will sich laut Sauter auch für eine Fernwärmeversorgung durch ein Geothermiekraftwerk stark machen, wenn diese Form der Heizenergie günstiger ist als konkurrierende Energien. Die Erwartungshaltung an Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) entsprechende Verträge zugunsten der Bürger auszuhandeln, sei groß, erklärte Sauter.

Der Ortsvorsitzende Alexander Noll und Karl Sauter baten ihre Parteifreunde um rege Beteiligung, wenn es um die Ausarbeitung eines Zukunftsplanes für Utting und Holzhausen gehe. Kreative Antworten auf die Fragen "Wohin willst du gehen, Utting?" seien gefragt. Noll fragte im Auftrag des CSU-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Dr. Manfred Rapp an, welche Meinungen es zum Thema Müllsystem gebe. Die Mehrheit der Anwesenden sprach sich auch wegen voraussichtlicher Kostenerhöhung für die Beibehaltung des bisherigen Bringsystems aus. Das Argument, die Bürger seien so seit Jahren zu mehr Umweltbewusstsein erzogen worden und hätten sich daran gewöhnt, fand auch Widerspruch. Marcella Sebesta-Holzäpfel gab zu bedenken, dass auch die privaten Fahrten zum Wertstoffhof nicht kostenlos seien.

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