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Landsberger Forum

14.11.2019

Ein Beirat für die örtliche Wirtschaft

Die Innenstadt, der Handel (oben der Hinteranger) und die Gastronomie (unten links der Peter-Dörfler-Weg) sollen Themen im künftigen „Landsberger Forum“ werden. Wie das Gremium arbeiten soll, erläuterte Wirtschaftsförderer André Köhn (rechts unten, mit Oberbürgermeister Mathias Neuner) im Wirtschaftsausschuss des Stadtrats.

Die Stadt will auf die ersten Erkenntnisse ihres Wirtschaftsförderers André Köhn reagieren. In einem neuen Gremium soll die Stadtpolitik transparenter und besser kommuniziert werden

Mehr Transparenz und Kommunikation vor wichtigen Entscheidungen: Diesen Wunsch habe er bei seinen Antrittsbesuchen bei Landsberger Firmen immer wieder gehört. Davon berichtete der neue städtische Wirtschaftsförderer André Köhn in der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses. Nun will die Stadt darauf reagieren.

Die Antwort auf den Wunsch nach mehr Transparenz und Kommunikation soll „Landsberger Forum“ lauten. Hinter diesem Begriff stehe, so Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU), „eine Art runder Tisch aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung“. Das neue Gremium solle, führte Köhn weiter aus, als Beirat den Stadtrat beraten, dabei auf der Grundlage der Kommunalen Gesamtstrategie „Unser Landsberg 2035“ arbeiten und die Interessen von Wirtschaft, Politik und Verwaltung abwägen, aus denen dann gemeinsame Lösungsansätze entwickelt werden, insbesondere baulicher und ordnungsrechtlicher Art. Als Ziel formulierte Köhns Sitzungsvorlage, im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung den Fokus auf die Kernstadt mit einem vielfältigen Angebot an Handel, Gastronomie und Dienstleistungen zu legen. In Ergänzung dazu sollten aber auch die Außenbereiche „verträglich“ entwickelt werden.

Konkrete Gedanken hatte sich Köhn auch bereits zur Zusammensetzung dieses „Landsberger Forums“ gemacht: Ihm sollen zehn Vertreter der Wirtschaft (inhabergeführter Einzelhandel, filialisierter Einzelhandel, Einzelhandel im Außenbereich, Ladenhandwerk, „Aufmacher“, Alte Bergstraße, Märkte, Immobilieneigentümer, Hotellerie/Gastronomie und Stadtwerke), insgesamt sechs Stadtratsmitglieder (von jeder Fraktion und Ausschussgemeinschaft ein Vertreter) und fünf Vertreter der Stadtverwaltung (Wirtschaftsförderung, Bauamt, Kultur und Tourismus, Ordnungsamt und Öffentlichkeitsarbeit) angehören. Treffen solle sich das neue Gremium nach Köhns Vorstellung alle acht Wochen, um Stellungnahmen zu aktuellen Themen und Projekten an den Stadtrat abzugeben.

Grundsätzliche Einwände gegen die Einrichtung eines solchen Beirats gab es im Wirtschaftsausschuss nicht. Moritz Hartmann (Grüne) gab aber zwei Punkte zu bedenken: Sitzungen alle acht Wochen halte er „für ein sehr ambitioniertes Ziel“ und er wollte wissen, wie die Besetzung der Wirtschaftsvertreter zustande kommen solle. Köhn verwies bei der zweiten Frage auf die entsprechenden Vereine und Organisationen und auf seine Antrittsbesuche. Als „absolut notwendig“ bezeichnete Hans-Jürgen Schulmeister (Landsberger Mitte) die Einrichtung eines solchen Beirats.

Gelegenheit zum Austausch zwischen Politik und Wirtschaft besteht darüber hinaus bereits in Kürze: Am Freitag, 19. November, gibt es im Rathaus einen runden Tisch „Innenstadt-Gastronomie/Hotellerie“. Hierbei soll es um zukünftige Absprachen bei Veranstaltungen, neue und geplante Veranstaltungen und um den Informationsfluss bei solchen Anlässen gehen. Eine weitere Gelegenheit zum Netzwerken besteht am Dienstag, 19. November, bei einem Unternehmerabend im Historischen Rathaus.

Auch bei Katja Schmid, der Vorsitzenden der „Aufmacher“, einer Vereinigung inhabergeführter Geschäfte in der Altstadt, kommt die Idee eines „Landsberger Forums“ gut an: „Ich glaube, das ist eine sehr wichtige Basis, um die vielkritisierte Kommunikation mit der Stadt zu verbessern“, sagt die Inhaberin des Optikgeschäftes „Sehform“. Oft gehe es dabei um ganz praktische, handfeste Dinge: das Aufstellen einer Bühne beim Ruethenfest oder darum, beim Stadtfest auch betroffene Geschäftsleute einzubinden. Als „zukunftsweisend“ empfinde sie auch, möglichst alle Firmen, die in der Altstadt, aber auch diejenigen auf der „grünen Wiese“, zusammenzubringen. Gut finde sie auch, an die Gesamtstrategie „Unser Landsberg 2035“ anzuknüpfen, um diejenigen, die daran interessiert sind, weiter einzubinden.

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