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Advent

01.12.2018

Ein Blick auf die Luidl-Krippe

Derzeit ist in der Luidl-Krippe dargestellt, wie Joseph von seinen Brüdern in eine Zisterne geworfen wird.

Biblische Szenen in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Die Luidl-Krippe in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist wieder aufgebaut. In der Adventszeit werden traditionell biblische Szenen dargestellt. Doch die Tradition der Präsentation ist auch eine Gefahr für die Krippe: Viele der fast 300 Jahre alten Figuren sind über die Zeit beschädigt worden.

„Jede der 150 Figuren hatte mehrfache Schäden, die durch einen Schnitzer, einen Figurenrestaurator und durch eine Textilrestauratorin behoben werden mussten“, sagt Kreisheimatpflegerin Dr. Heide Weißhaar-Kiem. Bereits seit 1996 würden die Krippenfiguren stetigen Restaurierungs- und Konservierungsmaßnahmen unterzogen. So seien auch heuer vier Figuren zur Restauration gegeben worden.

„Die Figuren gehören ursprünglich zum „Bethlehemitischen Kindermord“, sagt Weißhaar-Kiem. Darunter seien zwei marodierende Soldaten und zwei klagende Mütter mit Kindern. „Es sind jedoch Figuren, die auch in anderen Szenen eingesetzt werden können.“ Denn das Besondere an der Luidl-Krippe ist laut Weißhaar-Kiem, dass neben vorweihnachtlichen Szenen auch andere biblische Geschichten gezeigt werden können.

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Doch wie führt man eine Restauration solcher antiken Figuren durch? „Dabei muss einem strengen Konservierungskonzept gefolgt werden“, sagt Weißhaar-Kiem. Die Figuren würden zuerst gereinigt und Schäden bildhauerisch ergänzt werden. Ein Figurenrestaurator würde dann die Fassungen konservieren und, wenn nötig, auch retuschieren. „Die Bekleidung der Figuren wird sehr gut gepflegt. Erst wenn die Stoffe nicht mehr erhalten werden können, müssen wir sie ersetzen.“ Dabei achte man darauf, sich immer an den alten Schnittformen der Bekleidung zu orientieren. Für die neue Bekleidung würde auf einen Bestand an historischen Stoffen zurückgegriffen, der Eigentum der Stadtpfarrei sei.

Die vier Krippenfiguren, die einer Restauration unterzogen worden sind, seien bereits vom Schnitzer ergänzt und vom Figurenrestaurator bearbeitet worden. „Nur die Konservierung der Bekleidung steht noch an. Da die Bearbeitung ungewöhnlich lange gedauert hat, können die Figuren erst für die nächste Krippensaison eingesetzt werden“, sagt Weißhaar-Kiem. (saar)

Derzeit ist die Szene „Joseph wird in die Zisterne geworfen und von seinen Brüdern verkauft“ zu sehen. Ab Samstag, 8. Dezember, wird bis Mittwoch, 19. Dezember, die „Herbergsuche“ dargestellt. Es folgt am Freitag, 21. Dezember, das „Hirtenfeld“ und am Samstag, 22. Dezember, die „Heilige Familie“. Von Mittwoch, 26. Dezember, bis Mittwoch, 2. Januar, können Besucher die „Hirten an der Krippe“ betrachten. Bis Donnerstag, 17. Januar, wird der „Dreikönigszug“ ausgestellt. Zum Abschluss wird bis Mittwoch, 13. Februar, die Szene „Hochzeit zu Kana“ gezeigt.

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